|
In zwei Internet-Beiträgen wird neben der Sintflutgeologie besonders das Konzept der biblisch-urgeschichtlichen Geologie heftig kritisiert. Ein biblisch-geologischer Arbeitsansatz ist der Urgeschichte (1. Mose 1-11) verpflichtet, er ist aber auch herausgefordert, auf Einwände wie folgende zu antworten: Ist es sachgemäß und entspricht es der Aussageabsicht des Bibeltextes, am „wörtlichen“ Verständnis der Urgeschichte mit ihrem nur Jahrtausende umfassenden Kurzzeithorizont festzuhalten? Wird nicht eine „neue Lückentheorie“ aufgestellt, wenn mit umfangreichen geologischen Abläufen und Meteoriteneinschlag-Katastrophen bereits zwischen Sündenfall und Sintflut gerechnet wird? Heißt das nicht, „sintflutgeologische Ereignisse bereits vor der Sintflut“ zu installieren und dadurch das literarische Konzept der Urgeschichte, die von solchen Ereignissen nicht spricht, „ad absurdum“ zu führen? Ist es nicht ferner „ein Kunstgriff“, wenn in der biblisch-urgeschichtlichen Geologie angenommen wird, dass Menschen solche Katastrophen in geologisch nicht überlieferten Lebensräumen überstanden haben? Und überhaupt - wie arbeitet biblisch-urgeschichtliche Geologie angesichts vieler (noch) ungelöster geologischer Fragen, die sich im Kurzzeithorizont der Urgeschichte stellen? Auf diese und andere Einwände geht Manfred Stephan in einer längeren Abhandlung ein, die als PDF-Datei kostenlos hier (66 Seiten, 750 kb) herunter geladen werden kann. Zusätzlich werden weitere Fragen behandelt: Wie kann sich biblisch-urgeschichtliche Geologie im wissenschaftstheoretischen Rahmen bewähren? Warum ist eine biblisch begründete Geologie, die die Zeit zwischen Sündenfall und Sintflut einbezieht, einer Sintflutgeologie vorzuziehen, die sich hauptsächlich auf das Flutjahr konzentriert? Im Rahmen des Themas werden in der Abhandlung auch zahlreiche wichtige Auslegungsfragen behandelt, die das Verständnis von 1. Mose 1-11 betreffen.
|