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Der bewohnbare Kosmos

Die Feinabstimmung der Naturgesetze als Hinweis auf einen Schöpfer-Gott

von Peter Trüb

Artikel als PDF, 578 KB 11 Seiten, 578 KB, Stand 19.02.2015


Zusammenfassung

Dass das Universum wie für Leben gemacht zu sein scheint, wird mehrheitlich anerkannt. Nur wenige bestreiten, dass bereits geringfügige Änderungen der Naturgesetze menschliches Leben unmöglich machen würden. Welche Schlüsse aus dieser Erkenntnis gezogen werden dürfen, wird hingegen kontrovers diskutiert.

Die beobachtete Feinabstimmung einfach als bloßen Zufall zu akzeptieren, erscheint nur den wenigsten als befriedigende Antwort. Die mit der Fragestellung verbundenen Wahrscheinlichkeiten sind viel zu klein, um einfach hingenommen zu werden. Häufige Erwähnung als mögliche Erklärung findet das Anthropische Prinzip. Wer sich damit zufrieden gibt, verzichtet allerdings auf eine Erklärung für die beobachteten Phänomene. Wie das oben erwähnte, anschauliche Beispiel des Philosophen John Leslie zeigt, ist es sehr wohl angebracht, über die Leben ermöglichenden Eigenschaften unseres Universums erstaunt zu sein. Wer sich den beiden bisher genannten Auffassungen nicht anschließen mag, aber trotzdem ohne einen Schöpfer-Gott auskommen möchte, wird darauf hoffen, dass der wissenschaftliche Fortschritt in Zukunft eine naturalistische Erklärung für die beobachteten Gesetzmäßigkeiten liefern wird. Dies erscheint für einige der diskutieren Beispiele für Feinabstimmung durchaus möglich, doch es besteht immer die Gefahr, ein fein abgestimmtes Modell auf eine neue Theorie zurückzuführen, welche ein noch viel größeres Ausmaß an Feinabstimmung benötigt. Dies trifft auch auf die Aussicht zu, dass bislang spekulative Theorien bestätigt werden könnten, welche das Vorhandesein einer riesigen Anzahl an Universen nahe legen. Die Existenz eines solchen Multiversums direkt zu überprüfen, ist jedoch aus prinzipiellen Gründen nicht möglich. Damit ist eine solche Lösung nicht weniger auf eine über die Naturwissenschaften hinausgehende Überzeugung angewiesen wie der Glaube an einen Schöpfer-Gott.

Naheliegender scheint es, die Leben ermöglichende physikalische Ordnung unseres Universums als das Ergebnis eines geplanten Schöpfungshandelns zu verstehen. So wie wir bei der Betrachtung eines mechanischen Uhrwerks aus dem Zusammenwirken vieler exakt aufeinander abgestimmter Einzelteile auf einen intelligenten Urheber schließen, lässt sich aus den noch viel feiner abgestimmten Prinzipien in der Natur auf die Existenz eines intelligenten Schöpfers schließen. Ein solches Vorgehen hat sich in der Vergangenheit auf vielfache Weise in Gebieten wie der Archäologie oder der Kriminalistik bewährt. Als einzige der vorgestellten Alternativen erlaubt diese Sichtweise, jeglichem Leben von vornherein einen Sinn und ein Ziel beizumessen. Alleine die Absichten eines Schöpfers bilden eine solide Grundlage, um menschlichem Leben eine objektive, über subjektive Ansichten hinausgehende Bedeutung zu verleihen.

Der Artikel (PDF, 578 KB) umfasst 11 Seiten.


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