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Das Grand-Canyon-Geheimnis

von Martin Ernst und Michael Kotulla

Artikel als PDF, 460 KB 4 Seiten, 7 MB, Stand 2013


Zwei Kilometer tief, 30 Kilometer breit und 450 Kilometer lang:
Der Grand Canyon ist eine gigantische Erosionsschlucht. Die Wissenschaft hat keine schlüssige Erklärung für seine Entstehung.

Fast 2 km tief, 30 km breit und 450 km lang: Der Grand Canyon des Colorado ist eine gigantische Erosionsschlucht. Aber wie und wann sie entstanden ist, darüber gibt es keinen Konsens. Unvergleichlich und unvergesslich – so beschreiben Besucher ihr Ersterlebnis mit dem Grand Canyon. Für viele ist es der erste überwältigende Blick in die grandiose Szenerie, der sich erst unmittelbar vom Rand des Canyons, direkt am Abgrund, darbietet. Und nicht wenige wagen eine unerwartet herausfordernde und einzigartige Wanderung hinunter zum Plateau Point oder weiter bis zum Colorado und zur Phantom Ranch und wieder zurück. Besondere Abenteurer erleben eine aussergewöhnliche und faszinierende Entdeckungsreise mit robusten Schlauchbooten in einer wundervollen fremden Welt aus Wasser, Licht und Schluchten zwischen Lees Ferry und Lake Mead. Aus welcher Perspektive auch immer der Canyon betrachtet wird, ein Phänomen fällt besonders auf: die bemerkenswert steilen und undeformierten Wände ohne nennenswerte Schuttkegel. Der Canyon wirkt frisch und ausgekehrt – als wäre er erst kürzlich entstanden.

Die Frage nach dem Wie und Wann beschäftigt nicht nur Spezialisten. Die jährlich fast fünf Millionen Besucher des Grand Canyon wollen informiert werden. Stacy Timmons (2009) schafft es in einem Satz: «Die Gesteine wurden abgesetzt, angehoben, vom Fluss eingeschnitten, dann stürzten die Seiten des Canyons ein – alles mit erheblichen Zeitlücken zwischen diesen Ereignissen.» Die Langform ihrer geologischen Trainingsanleitung für die Park Ranger liest sich allerdings anders, weitaus komplexer: Ein «Millionen-Teile-Puzzle» gelte es zusammenzusetzen, von welchem aber viele Teile unwiederbringlich verloren seien. Und Timmons ist verhalten vorsichtig. Zu oft haben die Hypothesen gewechselt. «Es kann nicht genug betont werden, dass sich diese Sache noch in einer großen Auseinandersetzung befindet und vielleicht niemals gelöst werden wird (...).» Und weiter: «Wie der Fluss es geschafft hat, sich einfach geradewegs durch das grosse angehobene Gebiet zu schneiden, ist nicht bekannt.» ...

... Der Artikel (PDF, 7 MB) umfasst 4 Seiten und wurde zuerst in factum 7|2013 veröffentlicht.


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