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„Junge oder Mädchen? Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt“1
Ein Lehrstück postmoderner Umdeutung von Wirklichkeit

von Michael Kämpfer

Artikel als PDF, 1,8 MB 22 Seiten, 1,8 MB, Stand März 2019


Einleitung

In der medialen Öffentlichkeit ist der Themenbereich „Sexuelle Vielfalt“ nahezu allgegenwärtig. Da ist von sexueller Orientierung oder von sexuellen Identitäten die Rede, wird über gendergerechte Sprache oder Unisex-Toiletten gestritten. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass diese Stichworte meist nur oberflächlich behandelt werden.

Um vorhandene Wissenslücken zu füllen, greift der vorliegende Beitrag gezielt das Stichwort Geschlechtervielfalt heraus und geht genauer auf den Themenbereich Intersexualität ein. Nach der Erarbeitung von historischen und biologisch-medizinischen Zugängen ergibt sich ein Widerspruch: Das Bild, welches in der breiten Öffentlichkeit über die Vielfalt der Geschlechter und die Intersexualität vermittelt wird, steht in völligem Gegensatz zu den wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen.

Als Ursache für diese Diskrepanz werden die geistesgeschichtlichen Entwicklungen ausgemacht, welche die aktuelle Epoche der Postmoderne charakterisieren. Das postmoderne Denken ist gegen traditionelle Ansichten und Wertvorstellungen gerichtet und beansprucht dabei die Meinungsführerschaft in der Gesellschaft. Deshalb gehen deren Vertreter ganz folgerichtig vehement gegen Kritiker und Andersdenkende vor. Im Eifer für die eigene Sache werden einerseits wissenschaftliche Fakten verzerrt oder ganz ignoriert und andererseits sogar Verfassungsgüter wie die Meinungs- oder Religionsfreiheit gefährdet.

In Bezug auf die Intersexualität ergibt sich ein zweigeteilter Befund. Zunächst einmal handelt es sich nicht um ein drittes Geschlecht, sondern unter dem Begriff werden vielerlei Abweichungen von der biologisch normalen Geschlechtsentwicklung zusammengefasst, die ein recht komplexes hormonelles Störungsbild beschreiben. Dann ist, zweitens, im gesellschaftlichen Umgang mit dem Phänomen dringend eine ethische Aufarbeitung vonnöten, welche die betroffenen Personen ernst nimmt. Denn die wissenschaftlichen Fakten können weder bestehende Diskriminierungen oder Verurteilungen rechtfertigen noch einfach ignoriert werden.

Der Artikel (PDF, 1,8 MB) umfasst 22 Seiten.

1 So lautete der Titel einer Sendung des WDR-Wissenschaftsmagazins Quarks vom April 2018.


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