|
Helge Stadelmann Evangelikales Schriftverständnis. Die Bibel verstehen der Bibel vertrauen der Bibel folgen. "Da zogen dreitausend Mann von Juda hinab und sprachen zu ihm: ,Weißt Du nicht, dass die Philister über uns herrschen?' " (Ri 15,11). Dieses Bibelzitat hat Klaus Bockmühl im Jahr 1969 seinem aufrüttelnden Buch Atheismus in der Christenheit - Anfechtung und Überwindung: Die Unwirklichkeit Gottes in Theologie und Kirche (Aussaat Verlag) vorangestellt. Heute, 35 Jahre später, herrschen die ,Philister' noch immer. In der Theologie, in Landeskirchen, Freikirchen und Gemeinschaften kann diese Philisterschaft begegnen. Ihre Offensive beginnt immer wieder da, wo gegenüber Gottes Wort die uralte Frage erklingt: "Sollte Gott gesagt haben...?" Das fremde Joch der Bibelkritik macht den Kirchen der Reformation im Land Luthers seit 250 Jahren zu schaffen. Inzwischen ist diese Philisterschaft längst zu einem globalen Faktor gcworden, vor der keine Kirche - gleich welcher Konfession - mehr sicher sein kann. Dieses Buch will nicht nur Hintergründe dieser Fremdherrschaft über die Kirche aufzeigen. Es will vor allem begründet Mut machen zu dem, was den Kirchen gut tut: nämlich nah am Wort Gottes zu bleiben, mutig zu bekennen und das Bekannte in die Praxis umzusetzen. Geplant war ursprünglich ein Sammelband verschiedener Veröffentlichtungen des Autors zur Bibelfrage. Er sollte das inzwischen vergriffene Buch "Grundlinien eines bibeltreuen Schriftverständnisses" ersetzen. Daraus ist ein Buch entstanden, das im Wesentlichen neu geschrieben ist und nur teilweise und in überarbeiteter Form auf frühere Ausarbeitungen zurückgreift. Es spiegelt 25 Jahre der Beschäftigung des Verfassers mit dem wider, was ,Evangelikales Schriftverständnis' ausmacht. Evangelikales Schriftverständnis ist jedoch kein Produkt des letzten Vierteljahrhunderts. Es knüpft am Schriftverständnis des Pietismus, der Reformation und der Alten Kirche an. Es möchte nicht weniger, als dem Selbstzeugnis der Heiligen Schrift unter den Bedingungen der Neuzeit Gehör verschaffen. Evangelikales Schriftverständnis hat damit keine andere Intention, als den ein für allemal überlieferten Glauben (Judas 3) in der eigenen Generation zu bekennen und zu verantworten. Das wird auch die Aufgabe der nächsten Generation sein.
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Studiengemeinschaft WORT und WISSEN e.V.
|