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Christian Herrmann & Rolf Hille (Hg.)

Verantwortlich glauben.

Ein Themenbuch zur Christlichen Apologetik.

Christliche Apologetik – den christlichen Glauben gegen Angriffe verteidigen – das klingt fast nach einer Disziplin aus einer vergangenen Zeit. Bastelt heute nicht jeder – schön postmodern – seinen eigenen Glauben zusammen und gesteht man das auch nicht jedem anderen zu? Was gibt es da zu verteidigen? Sind persönliche Glaubenserfahrungen ohnehin nicht wichtiger, und hat die Frage „was nützt es mir?“ andere Fragen nicht längst abgehängt? Es scheint einerseits öfter so. Aber dann gibt es andererseits eine Bewegung, die sich „Neue Atheisten“ nennt und – ganz post-unmodern – vehement einen Wahrheitsanspruch aufstellt und nicht alle „Wahrheiten“ gelten lässt, sondern in den Grundfragen des Weltverständnisses nur eine: die des Naturalismus, wonach die Welt nur Natur ist und kein Schöpfer jemals am Werke war und noch wirkt. Und dann kommt es vor, dass ein postmoderner christusgläubiger Mensch verunsichert wird, wenn er mit einer geballten Ladung von Sachkritik an der Bibel konfrontiert wird. Oder jemand erzählt, dass sein Glaube mit Argumenten ausgehebelt worden sei. Die Frage nach der Wahrheit taucht also doch wieder auf und das kann auch gar nicht anders sein. Denn es ist nicht möglich, dass eine Sache und ihr direktes Gegenteil zugleich wahr sind.

Aus biblischer Sicht kommt ganz wesentlich hinzu: Das Handeln Gottes in unserer Geschichte, auf unserer Erde ist so konkret, dass es Spuren hinterlassen hat. Der bibelbasierte Glaube beruht auf Tatsachen, auf dem, was Gott getan hat und noch tut. Und diese Tatsachen kann man bestreiten, angefangen von der Schöpfung bis zur leiblichen Auferstehung Jesu. Und dann ist Apologetik gefragt. Das war schon zu biblischen Zeiten so. Kein Geringerer als Jesus Christus selber war ein Apologet, ebenso auch Paulus und die anderen Apostel.

Das Buch „Verantwortlich glauben. Ein Themenbuch zur Christlichen Apologetik“ (hgg. von Christian Herrmann und Rolf Hille) ist daher hochwillkommen und seine Lektüre sehr zu empfehlen. 17 Autoren beleuchten verschiedene Aspekte und Disziplinen christlicher Apologetik in 19 Beiträgen, angefangen von biblischen Beispielen für Apologetik und der exegetischen Begründung des apologetischen Auftrags über verschiedene apologetische Themen wie Philosophie, Naturwissenschaften, Schöpfung und Evolution, Religionen, Gottesbeweise, Atheismus, Auferstehung bis hin zu seelsorgerlichen Fragen und die Relevanz der Apologetik für Mission und andere Themen.

Der Apologetik hat sich auch die Studiengemeinschaft Wort und Wissen verschrieben und versteht sie als eine Art Liebesdienst, als Unterstützung für ehrliche Sucher und im Glauben Angefochtene, getreu einem Leitbegriff unseres Gründungvorsitzenden Professor Theo Ellinger: „Denkdiakonie“. Ein diakonischer Dienst bedeutet nicht, alle Probleme zu lösen, sondern sie ernst zu nehmen und nach Kräften mit dem Betroffenen anzugehen. Das gilt auch für Denkdiakonie, für Apologetik.

Daher möchten wir dieses Themenbuch zur christlichen Apologetik wärmstens empfehlen.

Inhalt

  • „Ich bin allen alles geworden!“ – Der universale Horizont der Apologetik (Rolf Hille)
  • Exegetische Begründung des apologetischen Auftrags (Siegbert Riecker)
  • Der Schriftbeweis in der apologetischen Auseinandersetzung (Thomas Jeising)
  • Ist Theologie eine Wissenschaft? (Ralf Thomas Klein)
  • Rationalität des Glaubens: Das Verhältnis von Theologie und Philosophie in apologetischer Hinsicht (Harald Seubert)
  • Theologie und Naturwissenschaften (Lydia Jaeger)
  • Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube (Reinhard Junker)
  • Christentum und Religionen: Apologetik und pluralistische Religionstheologie (Thomas Schirrmacher)
  • Gottesbeweise (Volker Kessler)
  • Das Gewissen als Ort der Gottesgewissheit (Edith Düsing)
  • Atheismus und Agnostizismus (Edith Düsing)
  • Zeit und Ewigkeit (Joachim Cochlovius)
  • Die Auferstehung Jesu Christi als umkämpftes Thema (Franz Graf-Stuhlhofer)
  • „Dass ihr für den Glauben kämpft!“ – Apologetik und Homosexualität (Tobias Eißler)
  • Warnen vor Irrwegen oder Selbsthinterfragen als Kirche: Die kirchliche Auseinandersetzung mit so genannten „Sekten“ (Franz Graf-Stuhlhofer)
  • „Wie man mit Ehren fechten soll.“ – Anfechtung und Apologetik (Reiner Andreas Neuschäfer)
  • Apologetik als Mission und Mission als Apologetik (Thomas Schirrmacher)
  • Apologetik und Evangelisation (Matthias Clausen
  • Ästhetische Apologetik (Christian Herrmann)
  • Kardinal John Henry Newman als Apologet (Johannes Schwanke)
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VTR Nürnberg. 380 Seiten, Paperback.
 
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Letzte Änderung: 31.08.2016
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