Anmerkung

  1. Es handelt sich um ein überarbeitetes Referat, das auf dem FAGAT-Seminar am 11. März 1996 gehalten wurde.
  2. Die Septuaginta übersetzt raqia in Dan 12,3 mit "Himmel", in Ex 24,10 "Himmel" mit "Himmelsfeste", in Dtn 33,26b "Wolken" mit "Feste".
  3. Alle biblischen Belegstellen werden angeführt. Leider helfen die verwandten semitischen Sprachen bei der Ermittlung der Wortbedeutung kaum weiter. Das ugaritische rq bedeutet vielleicht "Platte", das phönizische mrq' vielleicht "Blechschale".
  4. Andere sehen das verwandte Verb rqq I mit der Bedeutung "dünn sein" zugrunde liegen (s. ThWAT, Bd. 7, Sp. 668f).
  5. C. HOUTMAN, Der Himmel im Alten Testament. Israels Weltbild und Weltanschauung, OTS 30, Leiden 1993, S. 226 (S. 222-231 zu raqia).
  6. Vgl. P.H. SEELEY, "The Firmament and the Water Above. I. The Meaning of raqîa in Gen 1:6-8", WThJ 53 (1991), S. 227-240.
  7. Anders verhält es sich im Schöpfungsmythos Enuma elisch IV,135-140, wo der Gott Marduk die Tiamat besiegt, zerteilt und daraus Erde und Himmel bildet. Gen 1 zeichnet sich in verschiedener Hinsicht durch eine gewisse "entmythologisierende" Tendenz aus. Siehe C. WESTERMANN, Genesis, Bd. 1, BK.AT, Neukirchen 1983 3 , z.St. 8 So vor allem reformierte Ausleger im Anschluss an Calvin (vgl. aber bereits Kirchenvater JOHANNES PHILOPONOS).