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Die Tierwelt – am Anfang nicht für das Todesgeschick bestimmt

Überlegungen zu Genesis 1-3 und Römer 8

von Manfred Stephan

Diskussionsbeitrag 2/06


Vorbemerkung: Der Text ist allgemeinverständlich. Literaturangaben und weitere Details in den Anmerkungen; sie können ohne Verständnisverlust übergangen werden.

1. Gemäß dem Alten Testament sind Pflanzen keine Lebewesen wie Tiere.1 Nur Tiere und Menschen leben „wirklich“ und können deshalb auch sterben; sie haben „Atem des Lebens“ („Lebensodem“) in sich (Gen 2,7; 7,21f), sie atmen. „Damit sind Lebewesen hebräisch exakt als ‚Atemwesen’ definiert“. Nur Menschen und Tiere einschließlich der (kiemenatmenden) Wassertiere werden als „lebende Wesen“ bezeichnet (1,20f.24; 9,10.12.15f).2 – Im Paradies durfte der Mensch vom Lebensbaum essen (2,16; 3,22), und auch im künftigen Paradies wird, wer in dieser Welt an Jesus Christus glaubt und deshalb von Gott gerecht gesprochen ist, davon essen (Offb 2,7; 22,2.14.19; vgl. Röm 3,21-26). Damit war der Tod weder im ersten Paradies anwesend noch wird er im zukünftigen Paradies anwesend sein. Denn wenn dort Früchte verzehrt werden bzw. Blätter zur Heilung dienen, „sterben“ sie nicht im Sinn der Bibel.3

2. Gott bildete den Menschen (hebr. adam), Staub vom Ackerboden (hebr. adamah), und hauchte den Atem des Lebens in seine Nase (siehe 1), da wurde der Mensch ein lebendiges Wesen (bzw. Person oder Seele; hebr. näpäš; Gen 2,7) – der Begriff umfasst viel mehr als der flüchtige, schemen- bzw. schattenhafte Seelenbegriff griechisch-abendländischer Tradition. näpäš umfasst Aspekte von Kehle, Hals, Begehren, Seele, Leben, Person, Ich.4

3. Gottes Drohwort lautet: Wenn der Mensch vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen isst, muss er sterben (Gen 2,17). Diese Todesandrohung kann juristisch mit einem sog. „vorweggenommenen Fluch“ verglichen werden; ein solcher tritt nach einer Tat zwar in Kraft, musste aber „nicht notwendigerweise sofort vollstreckt werden“.5 Gottes Strafwort urteilte nach dem Sündenfall: Der Mensch ist Staub und wird zum Erdboden zurückkehren, von dem er genommen ist (3,19; vgl. 2,7). Die Herkunft vom Erdboden bedeutet nur (siehe 4), dass sein Leib die Möglichkeit des Sterbens in sich trägt.6 Keineswegs trifft jedoch die Behauptung kritischer neuzeitlicher Ausleger zu, ewiges Leben sei dem Menschen auch im Paradies nicht wirklich in Aussicht gestellt worden. Vertreter dieser Position neigen dazu, u.a. die Aussageabsicht von 3,22-24 (siehe 4) nicht textgemäß darzustellen7 . Es besteht eine Tendenz, der „normalen Alltagserfahrung“ Widersprechendes (vor allem ein Leben ohne Tod) eher auszublenden oder umzudeuten8 gemäß dem Motto: Was man nicht kennt bzw. sich nicht vorstellen kann, gibt es nicht.9

4. Gott verhindert, dass der in Ungehorsam gefallene Mensch ewig lebt, indem er ihn vom Baum des Lebens ausschließt (Gen 3,22-24). Diese Verse stehen mit ihrem ganzen Gewicht am Schluss der beiden Paradies-Kapitel (Gen 2-3); die Kapitel sollen von daher verstanden werden.10 Die Verse sagen abschließend: Im Garten Eden hätte der Mensch ewig leben können; hier wäre ihm die Frucht des Lebensbaums jederzeit zugänglich gewesen.11 – Gottes Fluch nach dem Sündenfall (3,17f) betrifft den Erdboden außerhalb von Eden, denn dahin wird das erste Menschenpaar vertrieben; vorher war also der Erdboden nicht verflucht.12 – Der „Lohn“ der Sünde ist der Tod (Röm 6,23;13 vgl. 5,12-21).

Ergebnis I. Die Aussage, der Mensch sei unsterblich geschaffen worden, geht wohl über den Text der Urgeschichte hinaus. Aber: Im Paradies lebte er nicht auf den Tod zu, sondern auf das ewige Leben, weil er Zugang zu den Früchten des Lebensbaumes hatte, weil er bei Gott war. – Es wird nicht gesagt, ob oder warum der Mensch nicht vor dem Sündenfall vom Lebensbaum gegessen und damit dauerhaft ewiges Leben erlangt hätte, oder ob ihm nur der regelmäßige Genuss das ewige Leben ermöglicht hätte (vgl. Offb 22,2). Darüber ist oft spekuliert worden; eine abschließende Antwort dürfte nicht möglich sein. Es ist auch fraglich, ob diesbezüglich aus Gen 3,22 ein Rückschluss gelingt. Denn in 3,22-24 dürfte es sich primär um das Ende des Gerichtsverfahrens handeln: Abschließende Bekräftigung des Urteils (3,22) und Vollstreckung (3,23f); das Urteil selbst war schon zuvor gefällt worden (3,19).14 Die Vollstreckung erfolgt nicht durch sofortige Tötung, sondern durch Vertreibung aus dem Garten Eden (siehe 3). Nun ist der Mensch vom Lebensbaum abgeschnitten und endgültig dem Tod preisgegeben (siehe 4), selbst wenn er uralt wird (5,3-5).

5. Nach Gen 1,29f gilt für Flugtiere (schon am 5. Tag geschaffen; 1,21) sowie Landtiere und Menschen (am 6. Tag geschaffen; 1,24-27) bis zur Sintflut das Gebot, sich nur vegetarisch zu ernähren (9,2f). Der Text sagt das nicht (ausdrücklich) bezüglich der am 5. Tag geschaffenen Wassertiere (1,20f).15 Daraus kann aber nicht gefolgert werden, dass diese sich räuberisch ernähren sollten; nur äußert der Text nichts darüber. Methodisch wichtig ist bei der Bibelauslegung: Aus Nichterwähntem dürfen keine voreiligen Schlüsse gezogen werden.16 – Weil die übrige Tierwelt sich ausschließlich pflanzlich ernährte, und weil die ursprüngliche Schöpfung „sehr gut“ war (1,31; vgl. 1,3.10.12.18.25); „gut“ war auch die Erschaffung der Wassertiere (1,21), könnte man eher annehmen, dass ursprünglich auch die Wassertiere Vegetarier waren. Allerdings lässt sich das aus dem Text nicht (direkt) belegen.

6. Der Tod von Tieren wird erstmals nach dem Sündenfall vorausgesetzt: Gott macht in bleibender Fürsorge dem ersten Menschenpaar Kleider aus Fell (Gen 3,21). Dann geht es weiter: Abel ist Kleinviehhirte; anscheinend hat er die Tiere nicht geschlachtet, nur gemolken und geschoren (siehe 5) – er tötet aber Kleinvieh, indem er von der Herde opfert, und Gott sieht sein Opfer (gnädig) an (4,2f).

7. Der biblische Zentraltext für die Ursache des Todes der Tierwelt ist Röm 8,19-22: Der Ungehorsam Adams17 ist der Grund, dass die Schöpfung unfreiwillig der Vergänglichkeit (dem Todesgeschick) unterworfen wurde18 ; also war sie es vorher nicht. Bei der hier gemeinten Schöpfung handelt es sich besonders um die Tierwelt; andere Vorschläge führen bei der Auslegung des Textes in unlösbare Widersprüche.19

Ergebnis II. (a) Die ursprüngliche Schöpfung war „sehr gut“. (b) Zumindest Landtieren und Menschen war Fleischnahrung ursprünglich verboten (siehe 5). (c) Erst nach dem Sündenfall wird der Tod von Tieren vorausgesetzt bzw. direkt berichtet (siehe 6). (d) Die Landtiere wurden (ähnlich wie der Mensch; siehe 2) auf Befehl Gottes vom Erdboden hervorgebracht (Gen 1,24). – Demnach geht die Aussage, die Tierwelt sei unsterblich geschaffen worden, wohl über das hinaus, was der Text der Urgeschichte sagt. Wenn jedoch „die Todestendenz des ‚Staubwesens’ Mensch ... durch Gottes übernatürliches Wirken im status integritatis [paradiesischer Stand der Unversehrtheit] aufgehoben“ war,20 muss das – von Röm 8,19-22 her gesehen – auch die Tierwelt mit umfasst haben (siehe 7). Eine theologische Zusammenschau von Gen 3 und Röm 8 könnte dann etwa so aussehen: Gott unterwarf die Tierwelt der Vergänglichkeit, indem er ihr (endgültig) das Joch der zum Tode führenden Lebensform aufzwang. Die Unterwerfung der Tiere unter die Vergänglichkeit geht aber nicht direkt aus der Urgeschichte hervor, auch nicht ihre zukünftige Erlösung aus der Knechtschaft der Vergänglichkeit;21 das wird in Röm 8,19-22 geoffenbart.22 Von Röm 8 her kann man schließen: Da die Tierwelt wegen des Ungehorsams des Menschen der Vergänglichkeit unterworfen wurde, wäre der Tierwelt das Todesgeschick erspart geblieben, wenn der Mensch sich im Gehorsam gegenüber Gott bewährt hätte.

Für wertvolle Hinweise danke ich herzlich dem Alttestamentler Dr. Walter Hilbrands.


Anmerkung

  1. Th.C. VRIEZEN: Theologie des Alten Testaments in Grundzügen, Neukirchen 1956, 188f (frdl. Lit.-Hinweis von Dr. W. Hilbrands).
  2. H.W. WOLFF: Anthropologie des Alten Testaments, München 1973, 97.43f.
  3. Wenn man in den Paradies-Aussagen speziell der Johannesoffenbarung wegen ihrer „apokalyptischen“ Literaturform auch bildhafte bzw. metaphorische Elemente sieht, berührt das nicht die grundsätzliche biblische Sicht von Tieren und Pflanzen. Vgl. zur „Apokalyptik“ allgemein: E. LUBAHN: Apokalyptik als Thema der biblischen Theologie; in: E. LUBAHN & O. RODENBERG (Hg.): Lebendige Hoffnung, Stuttgart 1989, 17-63; zur Johannesoffenbarung speziell: V. GÄCKLE: Überlegungen zur Auslegung der Offenbarung; in: R. HILLE (Hg.): Worauf können wir hoffen?, Wuppertal 1999, 117-149. – Die Urgeschichte ist nach ihrem Selbstzeugnis andersartige Geschichte, aber wirkliche Geschichte (Historie); vgl. M. STEPHAN: Entgegnung auf einige Aspekte der Kritik an der biblisch-urgeschichtlichen Geologie, Artikel 1, 2005, 2-11.13-15.27-38.
  4. Vgl. WOLFF (Anm. 2), 25-48.
  5. So H.H. KLEMENT: Mensch und Sünde in der Urgeschichte, in: R. HILLE & H.H. KLEMENT (Hg.): Ein Mensch – was ist das? Wuppertal 2004, 60-88, hier 85; danach kann Gen 2,17 mit der literarischen Gattung des antizipatorischen (vorweggenommenen) Fluches verglichen werden.
  6. Vom Text her kann man nur sagen: „Die Entstehung aus Staub macht den Wiederzerfall in Staub möglich, der Mensch trägt in seinem Ursprung die Möglichkeit des Sterbens“; F. DELITZSCH: Neuer Commentar über die Genesis, 5. Aufl. Leipzig 1887, Reprint Gießen 1999, 78.
  7. Ausgeprägtes Beispiel: B. JACOB: Das Buch Genesis, Berlin 1934, Reprint Stuttgart 2000, 121f.126-128.134; bekannter für diese Position ist z.B. C. WESTERMANN: Genesis 1-11, BK AT I/1, 4. Aufl., Neukirchen-Vluyn 1999, 362f; zur Kritik vgl. z.B. KLEMENT (Anm. 5), 85.
  8. Etwa das Auslegungsprinzip des angeblich „jenseits der Geschichte“ geschehenden (d.h. nicht-historischen) „Urgeschehens“ von C. WESTERMANN: Der Mensch im Urgeschehen, KuD 13 (1967), 231-246; hier 243, das seinem großen Kommentar zugrunde liegt (Anm. 7), bes. 376-380. Gemäß der Urgeschichte lag das Paradies jedoch „nicht irgendwo jenseits der erkennbaren Welt“; W. ZIMMERLI: 1. Mose 1-11, 4. Aufl., Zürich 1984, 127. Zum Grundsätzlichen vgl. R. JUNKER: Leben durch Sterben?, 2. Aufl., Berlin 1994, 133f („Virtueller Urstand“). Bedeutsam ist, dass WESTERMANN selbst von theologisch nahe stehender Seite auf auslegungsmethodischer (hermeneutisch-exegetischer) Ebene widersprochen wird: L. RUPPERT: „Urgeschichte“ oder Urgeschehen? Zur Interpretation von Gen. 1-11, MThZ 30 (1979), 19-32. – Zum Ganzen STEPHAN (Anm. 3), 2-11.
  9. So äußerte H. GUNKEL: Genesis, HKAT, 3. Aufl. 1910; 7. Aufl. Göttingen 1966, Xf, ausdrücklich, das „deutlichste Kennzeichen der Sage ist, daß sie nicht selten Dinge berichtet, die unglaubwürdig sind ... auch hier kommt der Historiker ohne eine Weltanschauung nicht aus“. Heute wird das selten so deutlich gesagt. Auf diesen – im Grunde erstaunlich simplen – Tatbestand als ein Grundproblem neuzeitlicher Auslegung verweist K. BERGER: Sind die Berichte des Neuen Testaments wahr? Gütersloh 2002, 22; vgl. K. BERGER: Exegese und Philosophie, SBS 123/124, Stuttgart 1986, 187f. Siehe auch JUNKER 1994 (Anm. 8), 121f.
  10. �s unmittelbar vor dem Schlusse Stehende ist der vom Erzähler gewollte Höhepunkt“; GUNKEL (Anm. 9), XLV. – „Das Ziel oder den Höhepunkt einer Erzählung findet man fast immer unmittelbar vor der Schlußnotiz ... Für den Menschen soll der ungehinderte Zugang zum Lebensbaum versperrt werden; er ist des Todes“; H. SEEBASS: Genesis I (1,1-11,26), Neukirchen-Vluyn 1996, 40.101; ganz ähnlich WESTERMANN (Anm. 7), 367f.
  11. 𠇭urch seine Erschaffung (2,7) steht des Menschen Vergänglichkeit vor Augen. In Gottes Nähe und am Ort des Lebensbaumes war sie nicht wirksam geworden. Nun aber tritt sie in Kraft, und nun belastet durch all die Erfahrungen, die mit der Vertrautheit von Gut und Schlecht verbunden sind“; SEEBASS (Anm. 10), 132. Vgl. JUNKER 1994 (Anm. 8), 114: „Die Unsterblichkeit der ersten Menschen scheint mit dem Lebensbaum verknüpft gewesen zu sein. Mit der Vertreibung von Adam und Eva aus dessen Nähe ist auch die Trennung ihrer Nachkommen von diesem Baum besiegelt“.
  12. J.C. WHITCOMB & H.M. MORRIS: Die Sintflut, Neuhausen-Stuttgart 1977, 475f.
  13. Auch SEEBASS (Anm. 10), 114, zitiert hier zustimmend Röm 6,23.
  14. Den Gerichtsprozess-Charakter in Genesis 3 betont SEEBASS (Anm. 10), 114.132; auch WESTERMANN (Anm. 7), 263f. 350 u.a.
  15. Vgl. z.B. SEEBASS (Anm. 10), 84. – Für mögliche biologische Denkansätze bezüglich rein vegetarischer Ernährung von Beutegreifern vgl. JUNKER 1994 (Anm. 8), 220-227; R. JUNKER: Sündenfall und Biologie, Holzgerlingen 2001.
  16. Vgl. S.R. KÜLLING: Zur Datierung der „Genesis-P-Stücke“, 1. Aufl. Kampen (NL) 1964, Reprint Riehen (CH) 1984, 132-137; ebenso GUNKEL (Anm. 9), 72.
  17. O. MICHEL: Der Brief an die Römer, KEK 4, 13. Aufl., Göttingen 1966, 203f; P. STUHLMACHER: Biblische Theologie des Neuen Testaments 1, Göttingen 1992, 270f; JUNKER 1994 (Anm. 8), 118; U. WILCKENS: Der Brief an die Römer, EKK VI/2, 4. Aufl., Düsseldorf/Zürich – Neukirchen-Vluyn 2002, 154-156; H.-K. CHANG: Die Knechtschaft und Befreiung der Schöpfung. BWM 7, Wuppertal 2000, 121f.227.
  18. CHANG (Anm. 17), 109-113.132-134.255. „In Röm 8,21 ist phthora mit „Vergänglichkeit / Verwesung“ im physisch-somatischen Sinn zu deuten, was auch in 1Kor 15,42.50 der Fall ist“ (132).
  19. Vgl. Diskussion und einheitliche Stellungnahme bei theologisch unterschiedlich positionierten Autoren wie STUHLMACHER (Anm. 17), 270-272; JUNKER 1994 (Anm. 8), 117; WILCKENS (Anm. 17), 152f („so die Mehrheit der Exegeten“; 153) oder CHANG (Anm. 17), 88-90. – Überblick über die Diskussion und einige exegetische Details bei M. STEPHAN: Das Todesgeschick der Tierwelt – von Adam verschuldet, W+W-Disk.-Beitr. 1/06, Baiersbronn 2006.
  20. JUNKER 1994 (Anm. 8), 114 (kursiv und eckige Klammer M.St.). Vgl. die Aspekte aus der Theologiegeschichte zur letztlich nie ergründbaren Paradies-Ökologie bei J. GRÜN: Die Schöpfung, Müstair (CH) 2000, bes. 441-467.
  21. Zumindest zukünftige Friedfertigkeit und Vegetarismus von Raubtieren ist schon Thema alttestamentlicher Prophetie (Jes 11,6-8; 65,25).
  22. WILCKENS (Anm. 17), 155f, und CHANG (Anm. 17), 82f, deuten wohl zurecht den Satzbeginn „Denn wir wissen...“ (Röm 8,22a) als Anspielung auf im Urchristentum verbreitete (Glaubens-)Erkenntnis über die seufzende Kreatur, die auch den Christen in Rom bekannt war. Die einstige Unterwerfung und zukünftige Erlösung der seufzenden Kreatur ist darüber hinaus apostolische Offenbarung. – Vgl. einerseits Röm 11,25; dazu U. WILCKENS: Theologie des Neuen Testaments I/3, Neukirchen-Vluyn 2005, 229f: „Paulus teilt nun eine Erkenntnis mit, die ihm ... in einer besonderen Offenbarung mitgeteilt worden ist“ (ebenso 1.Kor 15,51; 2.Thess 2,7); andererseits (abweichendes Vokabular!) Eph 3,3-12; dazu B. KAISER: Fundamentaltheologie I, Nürnberg 2005, 94: Paulus führt aus, „daß das Geheimnis ... bislang verborgen gewesen, aber daß es den Aposteln und ihm nun durch Offenbarung bekanntgemacht worden ist“ (ebenso u.a. Röm 1,1-6; 16,25f; 1Kor 2,7-10). Zu Recht betont MICHEL (Anm. 17), 204f, zu Röm 8,22: „Wir haben es hier mit ‚Offenbarung’ im biblischen Sinn zu tun“.

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