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Methodologie in der Naturgeschichtsforschung

von Reinhard Junker (Stand: 23. 4. 2009)

Methodologie in der Naturgeschichtsforschung (PDF 527KB)


Zusammenfassung:

Die Erforschung der Geschichte der Natur erfolgt methodisch auf andere Weise als die experimentelle Forschung. In der Naturgeschichtsforschung steht die Suche nach Indizien („smoking guns“) für singuläre Ereignisse im Vordergrund; Falsifikationsversuche sind nicht praktikabel, Falsifikationen kaum möglich. Um unter mehreren konkurrierenden Szenarien die zutreffende zu finden, werden eindeutige Indizien benötigt.

In der experimentellen Forschung steht dagegen gewöhnlich eine einzige Hypothese im Zentrum des Interesses. Falsifikationen sind hier zwar prinzipiell möglich; falsifizierende Befunde könnten aber auf fehlerhafte Hilfshypothesen zurückzuführen oder selbst fehlerhaft sein (vgl. Duhem-Quine-These). Daher versucht man, durch Versuchsvariationen falsche Widerlegungen, aber auch irreführende Bestätigungen auszuschließen.

Die Fragen um Schöpfung, Design und Evolution fallen in den Bereich der Naturgeschichtsforschung und müssen mit der entsprechenden Methodologie behandelt werden. Die Suche nach „smoking guns“ für „Schöpfung“ oder für planvolles Wirken ist legitim und nicht außerhalb von Wissenschaft.

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Letzte Änderung: 23.04.2009
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