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AG "Vakuum"
Materie - Organismus - Geist


INSTITUT FÜR INTERDISZIPLINÄRE THEOLOGIE UND NATURPHILOSOPHIE
Gustav Siewerth Akademie * Staatlich anerkannte Wissenschaftliche Hochschule * FB Naturphilosophie
Institutsadresse - Studienkolleg Baiersbronn-Röt: Tel. 07442-81303/Fax-81305 Sommerhalde 6-10 D-72270 Baiersbronn
12.März 1999



Inhalt
 
1 Problemskizze
2 Phänomenologie des Lebendigen Materie - Organismus - Geist
3 Aufgaben und Schritte



1. Problemskizze

Die Paradigmenkrise von Physik und Biologie ist an der Schwelle zum 3. Jahrtausend p.C. in Folgendem markant: Die Rückkehr des "Äther-Problems" für die Physik und des "Leib-Seele-Problems" für die Biologie. Beides kulminiert in der aus einschlägiger Phänomenanalyse folgenden Einsicht, daß "Information" eine die Energie-Materie gestaltende Grundkraft oder Wechselwirkung darstellt.

Die sichtbaren Schöpfungseinheiten, von den Elementarteilchen und Galaxien bis zu den Organismen samt allen Wechselwirkungen sind in einen überall gegenwärtige Vakuum- Quantenschaum eingebettet. Der Physiker Kip S. Thorne verweist auf das sog. Quantenbrodeln an jedem Raumzeitpunkt: "Der Quantenschaum ist allgegenwärtig: im Innern eines Schwarzen Loches, im interstellaren Raum, in dem Zimmer, indem Sie gerade sitzen, und im Inneren Ihres Gehirns".

Der Quantenschaum hat ein überall gegenwärtiges interface, eine sog. "Cis"-, "Trans"-Schwelle, die durch sog. Planck-Größen bestimmt wird: Die Planck-Größen [h0, l0, t0] verschleiern eine versteckte feinere Wirklichkeit, die unsere sichtbare Wirklichkeit mehrdimensional durchdringt. Der so benannte Hyperraum wird theoretisch begründet mit 10 bis 12 Dimensionen. Was auf der Bühne des 4-dimensionalen Einstein-Raumes erscheint . z.B. alle atomar-molekularen Gebilde bis hin zu den "sichtbaren" Organismen, gelten als Projektionen aus dem Hyperraum, deren Gestalts- und Funktionsrepräsentanz nicht aus den vier physikalischen Wechselwirkungen [Gravitations-WW; elektromagnetische WW; schwache und starke Kernkraft] kausal erklärt werden können. Kurz: organismische Gestaltsbildung und aktuale Funktions- und Aesthetikrepräsentanz bis zur Relation Geno- Phänotyp können im Erklärungsraum physiko-chemischer Wechselwirkungen nicht kausal kurzgeschlossen werden.

Die Lebenswissenschaften, die -Logien vom Bios, bedürfen einer anspruchsvollen Paradigmenerweiterung in die Hyperraumkonditionen. Die kosmologische Physik bietet Ansätze im Sinne von neuen dimensionspluralen Informations- und Kausalhierachien im Spannungsfeld sog. stationärer und kontingenter Ereignisfolgen. [W.Dröscher - B.Heim: Strukturen der physikalischen Welt und ihrer nichtmateriellen Seite, 1996]. Die Lebenswissenschaften bauen auf diesem Grund auf, müssen ihr Geschäft gegenstandsbezogen freilich selbst betreiben.

Die kosmologische Physik kommt ziemlich einhellig zur Einsicht, daß sich die sog. sichtbare Materie zur sog. dunklen Materie [dark matter "DM"] dem gravitierenden Massenverhältnis nach rund wie 1: 100 verhält [Neuste Publikationen 98/99]. Die alles zusammenhaltende kosmische Grundkraft, die die Dimensionen überbrückt, ist Gravitation, vermutlich eine Störfolge der Raumbesetzung durch gespinte Teilchen. Für "Theorie" ist der Anlaß nicht geeignet, deshalb Phänomen- und Problemhinweise:

"It is a shadow universe that occupies the very same physical space as the familiar Universe but has no normal interaction with it other than through the force of gravity. We can imagine that the particles of shadow matter might form shadow atoms and molecules. There could be shadow rocks and plants, even shadow people, planets, stars and galaxies that would pass right trough our own almost completely unnoticed". [Michael Riordan and David N. Schramm: The Shadows of Creation - Dark Matter and the Structure of the Universe. 1991].

Zu den aktuellen Resultaten der theoretischen und beobachtenden Kosmologie ist weiter zu nennen: Die physikalischen Phänomene von den Lichtteilchen bis zu den Nukleonen und ihren atomar- molekularen Aggregationen sind in der Einstein-Raum-Zeit nicht separierbar zu eindeutigen Entitäten wie in der klassischen Physik [Quantentheoretischer Holismus; Nicht-Lokalität]. Für Organismen heißt dies, daß sie im Quanten-Vakuum, in das sie mehrdimensional eingebettet sind, gleichermaßen nicht streng klassich separierbar sind. So reagieren z.B. scheinbar "getrennte" Bakterienkollektive auffällig simultan auf lokale Einflüsse [Experimente -Hohenheim].

Das überall präsente Quanten-Vakuum vermittelt quasi newtonisch, d.h. zeitlos, Information. Neuere Vakuum-Tunnel-Experimente [Nimtz et al. Köln,1996] bestätigen die transluminale Kausalität. Ein mehrzelliger Organismus hat seine entscheidenden, quasi distanz- und zeitlosen Informationsbrücken im Quantenvakuum. Jede Zelle ist mit jeder anderen jenseits der neurophysiologischen Kanäle und molekularen Strukturen in Informationsresonanz.

Informationstransmitter sind mutmaßlich transluminale Bio-Photonen bzw. Bio-Gravitationswellen diverser Quantenfelddimensionen

Jeder Organismus besitzt eine holistische Informationsautonomie, disponiert und gehändelt gemäß seiner artspezifischen Lebensanlage aus der Informationshierarchie des Quantenvakuums.

Wie der Quantenfeldtheoretiker B.Heim vermutet, koppelt eine grundtypspezifische individuierte Hyperraumentität - traditionell "Seele", hier "Hyper-space-Core" - abgekürzt HYCO - genannt - bei der Sperma-Ei-Symbiose mit dem molekularen Substrat und führt ab der Initialkoppelung aus dem Vakuum-Hyperraum alle weiteren morphogenetischen und funktionalen Prozesse. Was geno- und phänotypisch im sog. "Cis"- also dieseits des "Quantenbrodelns" - erscheint, ist der molekulare Phänotyp mit seinen meßbaren Wechselwirkungsfeldern als Projektion aus dem Hyperraum. Aus diesen meßbaren Wechselwirkungen der Einstein-Raum-Zeit ist die organismische Kausalität und Informationshierachie nicht erschließbar. Der physiko-chemische Repräsentationsraum bleibt in seiner "anorganischen" Eigengesetzlichkeit von dieser metabiologischen Einsicht unberührt. Zu seiner Eigengesetzlichkeit gehört heute wesentlich die mikromare Offenheit, die in sog. Interaktionsfragen mündet [Popper-Eccles'sche Trialität]. Wissenschaftstheoretisch ist es die These der sog. projektiven downward causation [HYCO-> Phän -> Gen] gegen die naturalistische upward causation [Gen - Phän].

2. Phänomenologie des Lebendigen: Materie - Organismus - Geist

  1. Koppelung der "Ich-Individualität" mit Modulen der Neurozellen [Synapsen-Quantenchemie; F.Beck-J.Eccles 1996]: Das nach B.Beim benannte Hyperraum-Core "HYCO"[ traditionell Nous = Geistseele ] führt seit der Initialkoppelung die Organismik. Als willkürliches Beispiel gelte der im Eccles-Modell beschriebene Sprechakt, als eine alltägliche menschliche Normalfunktion. [Popper-Eccles: "Das Ich und sein Gehirn": "Wie das Ich sein Gehirn steuert-1996": Das Ich moduliert über den Individual-HYCO Wahrscheinlichkeitsamplituden der Kortex-Synapsen].

  2. Die Zelle als "interface" zwischen bewußtem Willensakt und Folgereaktionen in der Zellphysiologie. Experimente mit Bakterien belegen signifikant diese Interaktion. Neben den Neurosynapsen kann man auch bei Mehrzellern den Zytos, die Zelle als interface für HYCO-Informationen vermuten.

  3. Die Relation "Phänotyp-Genotyp" ist ohne die Vermittlung des grundtypspezifischen Hyperraum-Cores "HYCO" bei Einzellern, Pflanzen, Tieren und dem Menschen bloß physiko-chemisch nicht auf problemdifferenzierte Begriffe zu bringen. Das Phän kontrolliert über den HYCO in seiner Vakuum-Potenz die zytologischen und genotypischen Prozesse [downward causation].

  4. Der HYCO vermag offenbar in den Vakuum-Hyperraum-Dimensionen sich nach unserer Raumerfahrung vom molekularen Soma zu trennen. Beim Menschen sind die sog. out-of-body-Erfahrungen kritisch gesichtet und quantitativ ausreichend dokumentiert. Der Analogieschluß auf andere Organismen ist zumindest heuristisch fruchtbar. Die wechselseitige Separabilität der HYCOS in den Hyperquantenfeldimensionen bleibt dabei eine offene Frage. Möglicherweise ist mit der souveränen Individualität beim Menschen die maximale Separierbarkeit gegeben zu der unvertauschbaren und vor dem Schöpfer verantwortlichen "Person" [Erhaltung der Individualität bei E.Blechschmidt]. Mutmaßlich genügt bei Pflanzen eine grundtypspezifische in die molekularen Organismen kopierbare HYCO-Masterpause mit reduzierter Individualität des molekularen Phäns, eben als "Kopie". Nach der Hyperraumprojektionstheorie ist eine solche Differenzierung sinnvoll.

  5. Aus der prinzipiell möglichen raumartigen Trennung der "HYCOs" vom Soma, dem sichtbaren Körper, ist die Erfahrung verständlich, daß zumindest der humane HYCO a) über den Tod des molekularen Körpersubstrates im Hyperraum die Individualexistenz "dauert" und zwar in dimensional anderen Raum-Zeit-Kategorien [Diskussion bei Popper-Eccles] und b) eine partielle Fremdkoppelung vollziehen kann. "Besessenheit" ist nicht nur eine biblisch-mythologische Sicht, vielmehr eine in der Psychiatrie gegen Widerstand eingeräumte Realität. Schizophrenie ist so mehrdeutig. Dies berührt den Seelsorgebereich - ein anderes Thema.

  6. Hier eröffnet sich der sensible Bereich von Transkommunikationen mit HYCOS, die entweder ausschließlich ihr Wesen im Vakuum-Hyperraum haben oder auch mit zeitgenössichen Menschen über den Hyperraum als Vermittlungsmedium [Telepathische Kommunikation]. Von der Hyperraum-Kommunikation kann man Pflanzen und Tiere nicht ausschließen. Es ist das schon benannte generelle Problem der Nichtseparierbarkeit von Schöpfungselementen aller Klassen.

    Neutestamentlichen Berichten [Mt 8,30f,par] entnehmen wir eine Koppelung dämonischer HYCOs mit dem Schweine-Soma: die Schweineherde stürzt sich suicidal ins Meer.

  7. Über den Vakuum-Hyperraum stoßen wir auf Wirkbrücken "Mensch-Materie", die durch die elektronische Mikrotechnik überraschend zur nüchternen Phänomenologie werden. "Instrumentelle Transkommunikation" >IK< ist inzwischen ein Forschungsfeld mit streng "naturalistischen Methoden" [E.Senkowski: Instrumentelle Transkommunikation 19953 ].

    Jeder von uns kann auf dem Computerbildschirm ablesbar aus der Mikroebene gesteuerte Prozesse willentlich so beinflussen, daß die statistische Signifikanz evident wird. Hierzu gibt es Computerspiele mit mathematischen Algorithmen, die vom Spieler willentliche intendierte Abweichungen von Zufallsverteilungen statistisch aufbereiten und Abweichungskurven mit Signifikanzen ausweisen. [Einschlägige Programme sind per Internet beziehbar.]

  8. Die >IK< hat freilich auch sensible Perspektiven: Welche Subjekte vermögen Cumputerdaten zu beinflussen? Sog. "Trans-Texte" bzw. "Trans-Bilder" erscheinen auf Bildschirmen. Über den Hyperraum ist telepathische >IK< Mensch-Elektronische Maschine evident. Trans-Texte bzw. Trans-Bilder, die als Phänomen faktisch sind, muß man wohl eher "Trans-Individuen", Trans-HYCOs zuordnen. Die sog. "Cis"- "Trans"- Schwelle mit ihrer Planck-Charakteristik ist im Bilde des Quantenbrodelns offenbar eine diffuse Membran. Unsere sichtbare Cis-Welt ist von der Vakuum-Hyperwelt ["Trans"-Welt] nicht abzuschotten.

  9. Die Gentechnik wirft die Frage auf, ob durch gezielte Genfeldmanipulationen Organismen grundttypisch veränderbar sind. Aus der reduktiv-naturalistischen Sicht ist schnell das "Ja" konsequent. Die Hyperraum-Quantenfeld-Vakuum-Biologie sieht im HYCO als Projektions- und Kontrollzentrum das Grundtypische konditioniert.

Die Schöpfungsbiologie formuliert hier ihre Basishypothese: Das HYCO als Grundtypgarant ist vom Schöpfer gestiftete und erhaltene Schöpfungseinheit, die von Manipulationen im "Cis" nicht veränderbar ist. Die durch Gentechnik prüfbare Folgehypothese lautet damit: Zu weitgehende Genmutationen machen das molekular-zytologische Gebilde koppelungsresistent für das grundtypspezifische HYCO und führen zur funktionalen Lebensuntüchtigkeit, d.h. zum Absterben des Organismus. Bewährt sich diese Zentralhypothese der Schöpfungsbiologie nicht, ist alternative und evolutionsresistente Schöpfungsbiologie gescheitert.

(Stimmt der Rumor, es gäbe längst Hybriden, exprimierte Föten, zwischen Primaten und Menschen?).

Darum: AG "Vakuum-Schöpfungsbiologie "

3. Aufgaben und Schritte

  1. Literaturbeschaffung, Bewertung und Sichtung:

    Die obige Fragen tangierende "Grenzliteartur" ist quantitativ aufgeschwemmt und von weltanschaulichen Interessen stark geprägt. Auch ein "schöpfungstheoretischer" Blickpunkt ist keineswegs neutral. Deshalb: Erarbeitung von Auswahlkriterien wie "Phänomensubstanz und Autorenkompetenz". [Eine Demarkationslinie zwischen naturalistischer Normalwissenschaft und sog.Pseudowissenschaft ist unbrauchbar!]

  2. Problemkreis: "Stand der physikalisch-kosmologischen Hyperraumtheorien; Experimente; Beobachtungen". Literatursuche; Resultate; Bezüge zur Schöpfungstheorie [Kordination: H.W.Beck]

  3. Problemkreis: "Mikroorganismen im Quantenfeld-Vakuum". Koordination: R.Süßmuth

  4. Problemkreis: "Zelle als Vakuum-Interface im Organismus". [Transluminale?] Bio-Photonen". [Koordination: Nigel Crompton]

  5. Problemkreis: "Kortexmodule als interface zwischen Bewußtsein und Neurophysis" [NN.??(Schule von J.Eccles)].

  6. Problemkreis: "Gentechnik und Grundtypkonstanz". [Koordination: S.Scherer et disc.?]

  7. Integrative Aufgabe: "Problemorientierte Paradigmenerweiterung der Schöpfungstheorie [gemäß I - VI], insbesondere für Schöpfungsbiologie" .[Koordination: H.W.Beck c. J.Schick + coordinatores I - VI].


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Letzte Änderung: 15.06.2008
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