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Informationen aus der Studiengemeinschaft WORT und WISSEN

Liebe Freunde von Wort und Wissen
 
Info 4/03
Nr. 65/11.03
•  Grußwort von Peter Imming
•  Überraschendes an der
Universität von Königsberg
•  Ernst Mayr, Charles Darwin,
Evolution und Sozialdarwinismus
•  Darwin im Kreuzverhör
•  Kleine „Publikations-Wunder“
•  Evolutionskritische Filme als DVDs
•  Zeitschrift SIJ 10. Jg. Heft 2
•  Anzeigen
 

im vergangenen Wintersemester hat die SMD-Gruppe (Studentenmission) hier in Marburg ein Podiumsgespräch organisiert unter dem Titel „Hat die Wissenschaft Gott begraben?“ Sechs Wissenschaftler der Universität, ich war einer davon, gaben in einem Hörsaal Antwort auf die Fragen „Warum glauben Sie an Gott?“ und „Wie verbinden Sie Ihren Glauben mit Ihrer Wissenschaft?“ Danach wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet. Die Zahl der Zuhörer (etwa 300) und das Interesse übertraf bei weitem unsere Gebete. Wir waren begeistert, dankbar und beschämt zugleich.

John Lennox, dessen Buchtitel wir für unsere Veranstaltung „geliehen“ hatten, ist dieses Jahr von österreichischen Universitäten zu Vorträgen zum gleichen Thema eingeladen worden und hatte ebenfalls große Resonanz. Kürzlich ist Phillip Johnsons „Darwin im Kreuzverhör“ bei CLV Bielefeld auf deutsch erschienen – ein Buch, das in den USA großen Effekt hatte und hat und hoffentlich auch in Deutschland haben wird. Lennox’ und Johnsons Bücher sollte man unbedingt lesen, damit man für Auseinandersetzungen gewappnet ist über diesen in unserer Gesellschaft wichtigsten Vernunftschluß, der sich wider die Erkenntnis Gottes erhebt (2. Kor. 10).

Beide Bücher argumentieren auf der Ebene des „Intelligent Design“. Anders gesagt: Sie belegen und illustrieren die Aussage in Römer 1,20, „daß Gott zwar unsichtbar ist, aber an seinen Werken, der Schöpfung, die Menschen von jeher seine göttliche Macht und Größe haben sehen und erfahren können.“ Weiter gehen sie nicht als bis zu der Aussage, daß es einen Schöpfer geben muß.

In Gesprächen im Anschluß an unsere SMD-Veranstaltung in Marburg wurde mehrfach die Frage geäußert: „Warum dieser Gott?“ Diese Fragen gehören im missionarischen und evangelistischen Kontext zu den wichtigsten und häufigsten. Und auch in der Schöpfungsthematik. In beiden Fällen kommen wir nur weiter, wenn wir die Bibel heranziehen ... und ihren Aussagen glauben. Man kann nicht a priori beweisen, daß durch Christus „alles im Himmel und auf der Erde mit Gott versöhnt werden und Frieden mit ihm finden sollte“ (Kolosser 1,20). Die Erlösung durch Christus ist kein Vernunftschluß, sondern ein historisches Ereignis. Wir wissen aus dem Wort Gottes davon. Man kann nicht aus der Natur beweisen, daß durch Christus „alles erschaffen ist, was im Himmel und auf der Erde ist“ (Kolosser 1,16). Die Schöpfung ist kein mythischer Vorgang, sondern ein historisches Ereignis. Wir wissen aus der Bibel davon. „Der Mensch braucht die Antworten, die Gott uns in der Bibel gegeben hat, um wirklich ausreichende Antworten zu haben“ (Francis Schaeffer, „Wie können wir denn leben?“ Kap. 4).

Wir bei Wort und Wissen sehen uns aus Glauben und Liebe zu Gottes Wort verpflichtet, von der Wahrheit des Wortes in Genesis 1-11 auszugehen. Damit haben wir ein Wissen als Ausgangspunkt, das wir der Bibel entnehmen. Dieses Wissen umfaßt die Person Gottes, Seine Absichten als Schöpfer und Herr der Welt und einen Abriß Seines Schöpfungshandelns (Genesis 1-2). Unserem Glauben wird auf verschiedene Weise widersprochen, weil die Bibel mindestens als Informationsquelle für Schöpfung nicht ernst genommen wird – leider auch von manchen Christen. Wir lassen uns aber nicht beirren und arbeiten an den vielen Detailfragen, die sich aus dieser Grundeinstellung ergeben.

Warum die Mühe? Erstens, um Gott die Ehre zu geben: „Herr, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das Wesen und sind geschaffen“ (Offenbarung 4,11).

Zweitens, weil es Freude macht, durch diese Arbeit Gottes Schöpfergenialität und die Wunder des Lebens näher kennenzulernen. Wie viele faszinierende wunderbare Dinge gibt es in der Natur! Das erfreut uns selbst und bietet sich zur Vermittlung an Kinder und Jugendliche an, damit sie und wir uns nicht in bildschirmflachen Scheinwelten erschöpfen, verirren oder verlieren.

Intelligent-Design-Argumante weisen auf einen Schöpfer hin - aber wer ist dieser Schöpfer

Ich möchte Sie ermutigen, bei unserer Arbeit weiterhin mitzumachen. Besonders möchte ich heute an Christen appellieren, die sich durch Studium oder Selbststudium auf einem der Gebiete, die wir bei Wort und Wissen bearbeiten, ein gutes (Vor-)Wissen erworben haben. Vielleicht sehen Sie eine Chance und einen Ruf zu einer ehrenamtlichen Mitarbeit? Es muß sich ja nicht jeder Christ zum Amateurtheologen weiterbilden! Bitte verstehen Sie den letzten Satz nicht falsch. Natürlich halte ich es für lebensnotwendig, daß sich jeder Christ intensiv mit dem Wort Gottes vertraut macht und es weitergeben kann. Aber es wäre eine schlechte Arbeitsteilung im Leib Christi, wenn – zum Beispiel – alle Naturwissenschaftler ihr Fachwissen nur im Beruf einsetzten, sich aber in ihrer knappen Freizeit alle mit – zum Beispiel – Kirchengeschichte, dem Textus receptus, Zahlensymbolik oder Details im Buch Hosea beschäftigten. Das sind ohne Frage wichtige Dinge! Aber lassen Sie uns unseren Herrn auch fragen, wie wir mit Fleiß und Schweiß erworbenes (natur)wissenschaftliches Können und Wissen für Seine Sache einsetzen können! Oder haben Sie keinen Mut, sich in ihrem Fach/Beruf als Mensch zu „outen“, der „noch“ an die Historizität biblischer Aussagen bis zurück zur Schöpfung glaubt? Das wäre schade! Vielleicht können wir helfen, die Angstschwelle zu überwinden? Wir müssen sie auch überwinden – und sind Gott dankbar, daß Er uns Seinen Geist und Vorbilder gegeben hat, die es uns ermöglichen.

Wie gesagt: Die Evolutionslehre, die unsere ganze Gesellschaft durchsetzt, ist der wichtigste Vernunftschluß, der sich wider die Erkenntnis Gottes erhebt. Es braucht den ganzen Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit (2. Tim. 1,7), ihr zu widerstehen, überzeugend zu widersprechen und der jungen Generation eine andere Orientierung zu vermitteln.

Also bis bald auf einer unserer Fachtagungen oder Wochenendseminare? Oder dürfen wir bald einen soliden Fachbeitrag von Ihnen im unserem Studium Integrale Journal abdrucken? Ich würde mich freuen.

Herzlich grüßt

Ihr Peter Imming, Marburg


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Das Wort und Wissen Info 4/2003 (Nr. 65 / November 2003)

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Letzte Änderung: 31.12.2004
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