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Informationen aus der Studiengemeinschaft
WORT und WISSEN

Info 2/07 - Nr. 79/Juni 2007




Liebe Freunde von Wort und Wissen,

im April wurden die Ergebnisse von zwei Umfragen unter 1228 Studienanfängern der Universität Dortmund veröffentlicht, in der sie zur Evolutionstheorie befragt wurden. Demnach zweifelt jeder achte daran, dass die Evolution so stattgefunden hat, wie sie allgemein gelehrt wird. Unter den angehenden Biologielehrern ist der Anteil mit 5,5% deutlich geringer. Aber auch unter diesen lehnen 9% ab, dass Mensch und Schimpanse gemeinsame Vorfahren besitzen. Die Umfrage fand ein lebhaftes Presseecho. Daraus sollen nachfolgend einige Statements zitiert und kommentiert werden. Die Zitate sind kursiv gedruckt, die Kommentare in Normalschrift.

„Kaum eine Theorie ist in den Naturwissenschaften weniger umstritten als die Evolutionstheorie.“1
Vielbeachtete Umfrage zum
Thema „Evolution“ unter
Studienanfängern

Dies trifft offenkundig nicht zu. Hier muss differenziert werden: Innerhalb der Evolutionsbiologie gibt es kaum eine Theorie, die nicht umstritten ist. Das gilt sowohl für die Frage der Mechanismen als auch für die Rekonstruktionen der Abstammungszusammenhänge. Belege für diese Einschätzung finden sich in den einschlägigen Fachjournalen zuhauf. Als unumstritten gilt dagegen in der Fachwelt nur die vermeintliche „Tatsache“ einer allgemeinen Evolution (Makroevolution). Was mit Biologen geschehen kann, die diesen Konsens in Frage stellen, konnte man in der Medienkampagne der letzten Jahre eindrucksvoll studieren. Konsens oder Konvention?

Zwar wird manchmal der Anschein erweckt, man sei offen für eine Widerlegung der Evolutionstheorie:

„Und jedem, der einen stichhaltigen Beweis dafür liefern würde, dass Tier- und Pflanzenarten nicht im Zusammenspiel von genetischen Veränderungen und Umweltfaktoren stattgefunden hat – und stattfindet –, wäre der Nobelpreis sicher.“1

Die Realität sieht aber leider anders aus, wie der „Fall Sternberg“ gezeigt hat.4 Eine Publikation, die explizit Evolution als Rahmentheorie in Frage stellt, hätte in einem angesehenen wissenschaftlichen Journal keine Chance. Das heißt nicht, dass Befunde, die einzelne Aspekte der Evolutionstheorie in Frage stellen, keine Chance auf Veröffentlichung haben! Doch müssten sie im konventionellen evolutionstheoretischen Rahmen präsentiert werden. Daher ist folgende Aussage nicht verwunderlich:

„Widerlegen konnte sie [die Evolutionstheorie] jedoch noch niemand.“1

Ein häufig und auch hier wieder vorgebrachtes Argumentationsmuster lautet:

„Doch während niemand auf die Idee kommt, ernsthaft gegen die Atomtheorie oder Quantenmechanik zu Felde zu ziehen,...“2

Das ist leicht zu verstehen: Gegen Makroevolution gibt es wissenschaftliche Argumente, gegen die Atomtheorie nicht. Wer Makroevolution kritisch hinterfragt, mag religiös motiviert sein – das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Einwände gegen Makroevolution naturwissenschaftlicher Art sind.

„Da sich die mangelnde Akzeptanz nicht durch die wissenschaftliche Faktenlage erklären lässt, suchen die Wissenschaftler nach anderen Ursachen.“1

Hier wird eine unhaltbare Schutzbehauptung präsentiert. Selbstverständlich ist die wissenschaftliche Faktenlage ein wichtiges Erklärungselement. In Wirklichkeit wird aber gerade dieser Aspekt der Auseinandersetzung – naturwissenschaftliche Argumente gegen Evolution – kaum wahrgenommen. Dies zeigt sich beispielhaft am Umgang mit dem evolutionskritischen Standardwerk „Evolution – ein kritisches Lehrbuch“. Symptomatisch dazu eine Charakterisierung aus einem Radiobeitrag des WDR 5 vom 20. 4. 2007: Der Pflanzenphysiologe Prof. Dr. U. Kutschera wird wie folgt zitiert: „Es ist kein Lehrbuch, sondern eine Bewerbung kreationistischer Thesen. Biologische Fakten werden teilweise korrekt, aber zum Großteil völlig verdreht dargestellt. Viele Dinge werden einfach weg gelassen“ (www.wdr5.de/.../ms070420darwin_mini_v.pdf). Mit einer sachgemäßen Auseinandersetzung hat dies nichts zu tun. Gerade angesichts des jüngst erschienenen Sammelbandes „Kreationismus in Deutschland“ muss man feststellen, dass eine sachliche Auseinandersetzung mit den evolutionskritischen und wissenschaftstheoretischen Aussagen dieses Buches von den Autoren nicht gewollt ist (eine Rezension dieses Buches ist geplant).

„Als Gründe für die Skepsis lässt sich das Erstarken wissenschaftskritischer und christlich-fundamentalistischer Strömungen anführen.“3

Ein Erstarken „wissenschaftskritischer und christlich-fundamentalistischer Strömungen“ in Deutschland wurde meines Wissens nie mit irgendwelchen vergleichenden Untersuchungen – geschweige denn konkreten Zahlen – belegt. Hier wird häufig vielmehr ein Klischee bemüht: das „Überschwappen“ von Strömungen aus den USA – was kann von dort schon Gutes kommen? Angesichts einer bei uns verbreiteten Amerika-Skepsis ein gleichermaßen billiges und wirkungsvolles Argumentationsmuster.

„‘Wir vermuten, dass das Thema im Unterricht nicht richtig vermittelt wird’, sagt Graf.“3 „Die Biologen wollen nun herausfinden, wie man die Evolutionsbiologie im Unterricht besser lehren kann.“1

Wer weiß: Vielleicht nimmt die Akzeptanz der Evolutionstheorie bei besserer Kenntnis wissenschaftlicher Fakten ab? Oder heißt „die Evolutionsbiologie im Unterricht ‘besser’ zu lehren“, sie so zu vermitteln, „dass möglichst wenig Schüler skeptisch werden“, wie Christoph Heilig auf seinem Blog fragt?5

Ein möglichst guter Biologieunterricht in Sachen Evolutionstheorie wird von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen ausdrücklich unterstützt (vgl. Evolution und Schöpfung in der Schule). Um der Wissenschaft willen gehört dazu aber auch eine kritische Betrachtung. Der Evolutionstheorie darf kein Sonderstatus als „nicht kritisierbar“ eingeräumt werden.

Reinhard Junker

Quellen
1 www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/576/111465/
2 www.evolutionsbiologen.de/news
3 www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,479460,00.html
4 Der Fall des Richard Sternberg - Folgen der Veröffentlichung eines „ID“-Artikels
5 www.evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/04/das-bildungssystem-geht-mal-wieder.html

Diese Problematik wird in Wissenschaft im Rahmen des Schöpfungsparadigmas (PDF, 1,9 MB) ausführlich diskutiert.


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Von Manfred Stephan

Die Ansicht, dass Menschenspuren zusammen mit Dinosaurierfährten auf denselben Schichtflächen vorkommen, wird seit Jahrzehnten immer wieder von neuem geäußert (das gilt besonders vom Unterkreide-Kalkstein am Paluxy-River in Texas). Wir können an dieser Stelle dazu keine definitive Antwort geben. Da diese Frage aber häufig an uns herangetragen wird, möchten wir auf einige bedenkenswerte Gesichtspunkte hinweisen.

1. Die in der Literatur veröffentlichten Fotos wirken zum Teil sehr überzeugend. Mancher fragt sich deshalb, warum die Studiengemeinschaft Wort und Wissen dem nicht entschieden zustimmt und die Gleichzeitigkeit von Dinosauriern und Menschen als Zentralargument gegen die Evolutionslehre verwendet. Ein Hauptgrund ist, dass die damalige Leitung des Institute for Creation
Research (ICR), also eine der wichtigsten kreationistischen Organisationen in den USA, nach anfänglicher Zustimmung schon in den 1980er Jahren zu dem Schluss kam, dass es sich bei den Menschenspuren um fehlgedeutete Dinosaurierfährten handelt. Der entsprechende Film Footprints in Stone wurde damals aus dem Verleih genommen. Wir verweisen dazu auf den Wort-und-Wissen-Diskussionsbeitrag „‘Menschliche’ Fußabdrücke in der Kreide: Ein Lehrstück für die Schöpfungsforschung“. Dort sind kurz zusammengefasst wissenschaftliche Argumente und Literaturangaben zur ausführlichen Begründung angegeben. Wenn eine wissenschaftlich arbeitende, schöpfungsorientierte Organisation wie das ICR (damals) mit den angeblichen Menschenspuren nicht mehr argumentiert (hat), weil es sich ihrer Meinung nach um fehlgedeutete Saurierfährten handelt, ist das für uns ein wichtiger Grund, das auch nicht zu tun. Es gibt zwar nach wie vor Organisationen und Personen in den USA und anderswo (keineswegs nur Kreationisten, sondern auch andere Kritiker herkömmlicher Wissenschaft), die weiterhin mit solchen Spuren argumentieren, aber wir halten es derzeit für sachgerechter, hier zurückhaltend zu sein.

2. Die Studiengemeinschaft hat aus finanziellen Gründen keine Möglichkeit zu eigener Forschung an Ort und Stelle. Umfangreiche Vor-Ort-Studien wären aber nötig, um sich fachlich begründet ein eigenes Urteil bilden zu können. Dazu sind auch entsprechende Fachkenntnisse nötig – nicht umsonst ist die Spuren- und Fährtenkunde in der Paläontologie ein eigenes Forschungsgebiet.1 Eine sachgemäße Beurteilung benötigt wie in jeder Wissenschaft ein entsprechendes Fachwissen. Weiterhin erforderlich sind gute geologische Kenntnisse, um das geologische Umfeld der Spuren zuverlässig einschätzen zu können.

3. In der Umgebung des Paluxy-River wurden nachweislich auch Fußabdrücke gefälscht – kein Wunder: Man kann damit Geschäfte machen. Sie sind teilweise auf künstlich hergestellten „Gesteinsblöcken“ verkauft worden. Bei einem Teil der veröffentlichten Fotos handelt es sich um Abdrücke, bei denen ein Fuß flach in weiches Material gesetzt wurde, um einen „perfekten“ Abdruck mit Ferse, Ballen und vor allem den fünf Zehen zu erzielen. Beim wirklichen Schreiten werden allerdings die Ferse und insbesondere Ballen und Zehen beim Abrollen des Fußes im weichen Untergrund mehr oder weniger tief eingedrückt (das kann man leicht selbst ausprobieren), und die Zehenabdrücke sind – zum Teil durch Zurückfließen des Schlicks in die Fußspur – dann oft nur noch schlecht erkennbar. Das sieht ganz anders aus als ein Abdruck, bei dem man einen Fuß mit ganzer Fläche und sanftem Druck auf (künstlichen) Kalkschlick stellt.

4. Vom biblischen Schöpfungsbericht her gehen die Mitarbeiter von Wort und Wissen von der Gleichzeitigkeit von Dinosauriern und Menschen aus (siehe dazu auch 6.). Es ist aber unwahrscheinlich, dass Menschen zusammen mit großen, fleischfressenden Dinosauriern ungeschützt in einer völlig flachen, ausgedehnten Kalkschlickebene gewatet sein sollten – die dreizehigen Dino-Abdrücke sind ja vom Paluxy-River wohlbekannt. Warum hätten Menschen das tun und sich so großer Gefahr aussetzen sollen? Sie waren ja nicht dumm und hätten – falls sie wirklich Dinosaurier gejagt haben sollten! – die Jagd in geschützter Umgebung durchgeführt oder dort Fallen gebaut wie später in der Eiszeit für Mammuts (z.B. im sehr flach-hügeligen Gebiet außerhalb der Kalkschlickebene, denn echte Gebirge gab es zur Zeit der Kreide-Episode wohl nicht). Das Gleiche würde bei Jagd auf die im Paluxy-Biotop noch viel zahlreicheren, wirklich riesigen vierfüßigen pflanzenfressenden Dinos (Sauropoden) gelten. Wie man heute aufgrund der Fährten-Vergesellschaftungen wohl zurecht annimmt, bildeten Sauropoden Herden; die Alttiere mit ihren gewaltigen, zum Teil peitschenförmigen Langschwänzen konnten selbst die Beine großer fleischfressender Dino-Angreifer zerschmettern, wenn sie ihnen zu nahe kamen – was hätte da die vergleichsweise winzigen Menschenjäger erwartet?

5. Es wäre ohnehin nicht ratsam, sich auf solche Spuren als Hauptargument gegen Evolution zu stützen. Wenn sich die Gleichzeitigkeit von Dinosauriern und Menschen aufgrund solcher Spuren erhärten würde, wäre das natürlich sehr bedeutungsvoll für die Schöpfungslehre. Aber die – außerordentlich flexible! – Evolutionslehre käme dadurch nicht notwendigerweise vollständig zu Fall; sie müsste aber von ihren Vertretern enorm umgebaut werden. Dabei würde man sich vermutlich an T.H. Huxley erinnern, den vehementen Verfechter der Lehre seines Freundes Ch. Darwin. Denn Huxley nahm zumindest zeitweise die Existenz eines „dinosaurierjagenden Homo ooliticus“ an.2

6. Nach unserer Kenntnis sprechen andere Indizien durchaus dafür, dass es Hinweise auf Menschen in viel älteren Schichten gibt, als dies nach derzeitigen evolutionstheoretischen Vorstellungen anerkannt ist. Dabei handelt es sich um gut untersuchte Steinwerkzeugfunde aus dem Oligozän und anderen tertiären Fundschichten. Eine Dokumentation einiger dieser Funde enthält das Buch „Der Mensch und die geologische Zeittafel“ von Manfred Stephan.

1 Z.B.: HAUBOLD, H. (1984) Saurierfährten. Neue Brehm-Bücherei 479, 2. Aufl., Wittenberg-Lutherstadt; MÜLLER, A.H. (1989): Lehrbuch der Paläozoologie, Bd. II, Teil 3, Jena, S. 659-729; BROMLEY, R.G (1999): Spurenfossilien. Biologie, Taphonomie und Anwendungen, Berlin.
2 DESMOND, A. & MOORE, J. (1991) Darwin. München-Leipzig, S. 575.

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Timo Roller: Bible Earth – der virtuelle Reiseführer

www.bible-earth.net

Wer schon einmal die faszinierenden Länder der Bibel (Israel, Jordanien, Ägypten …) bereist hat, will oft gerne wieder dorthin zurück. Aber solche Reisen sind teuer. Viele Krisengebiete im Nahen Osten sind auch wegen Krieg und Terror unzugänglich geworden. Um diese Barriere zu durchbrechen, gibt es nun dieses neue Buch von Timo Roller.

Wir werden vom Autor eingeladen, uns in die Welt der Bibel mit Hilfe der Gratissoftware Google-Earth regelrecht einzuzoomen. Der nun vorliegende (in Zusammenarbeit mit Wort und Wissen) entstandene „Reiseführer“ (Beratung: Peter van der Veen) hilft dabei, die Länder, Ortschaften und archäologischen Denkmäler von der Luft aus virtuell zu entdecken und besser zu verstehen. Das reich illustrierte Taschenbuch gibt nicht nur die genauen Koordinaten an, wo sich die Orte befinden, sondern bietet auch viele wichtige Informationen.

Zuerst geht die Reise in den Irak, wo Roller die Metropolen des antiken Zweistromlands besucht: Nebukadnezars Babylon, Ur - die Stadt Abrahams, das von Jona besuchte Ninive, usw. Dann geht’s ab ins Land am Nil, nach Tanis (spätere Hauptstadt der Pharaonen), nach Avaris (wo sich die Israeliten als Sklaven aufhielten), usw. Von dort aus folgt man den Spuren Moses und Josuas über die Sinai-Wüste ins Gelobte Land (mit Jericho, Jerusalem und Tempelberg, Bethlehem, Genezareth, Sichem, Dan, Hazor, Qumran, usw.). Als Letztes werden die Türkei (Kleinasien), Griechenland und Rom im Hinblick auf die Entstehung der frühchristlichen Gemeinden bereist.

Zusätzlich findet der Leser Erklärungen zu biblischen Personen (z.B. zu Nebukadnezar, Nimrod, Herodes dem Großen), relevanten Begriffen (z.B. zu Tell, Apokryphen, Reliquien, usw.) und Highlights der Archäologie (Schätze aus Ur, Gilgamesch-Epos usw.). Außerdem ist es spannend, mehr zu erfahren über Ausgrabungen und relevante Theorien (Suche nach Eden, Ararat, revidierte Chronologie usw.). Schließlich weist das Buch noch auf weiterführende Literatur, auch der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, hin.

In diesem Buch werden nicht nur Religionslehrer und Pastoren fündig, sondern auch Schüler und alle an biblischen Zusammenhängen Interessierte finden hier hilfreiche Informationen zur Welt der Bibel.

Leider überzeugt die Druckqualität der Bilder nicht immer, und die s/w-Aufmachung des Taschenbuches prägt vielleicht den ersten Eindruck negativ. Wer sich aber davon nicht irreführen lässt, entdeckt rasch, dass sich der Kauf auf alle Fälle gelohnt hat. Meine herzliche Empfehlung.

Peter van der Veen

Bestellhinweis
Hänssler Verlag, 2007
191 S., Tb.,
[vergriffen] [Info 06/2]

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Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern und wissenschaftlich interessierten Christen. Thematische Schwerpunkte der Arbeit bilden Grundlagenforschung und Bildungsarbeit im Spannungsfeld „Naturwissenschaft und christlicher Glaube“. Es sollen biblisch fundierte und wissenschaftlich testbare Alternativen zu den säkularen Leitideen unserer Zeit erarbeitet werden. Die Arbeit gliedert sich hauptsächlich in Fachtagungsgruppen (Fachgruppen) und umfasst zur Zeit Archäologie/Geschichte, Biologie, Geowissenschaften, Informatik, Physik/Kosmologie, Wirtschaftswissenschaften und Wissenschaftstheorie. Seit 1994 wird die populärwissenschaftliche Zeitschrift „Studium Integrale Journal“ (SIJ) herausgegeben (SIJ). In Fachartikeln und kurzen Berichten bereitet diese Zeitschrift spezielle Themen aus den oben genannten Gebieten für ein breiteres Publikum auf.

Wir suchen Studenten und Wissenschaftler bis maximal 35 Jahre, die auf einem fachlichen Niveau relevante Themen in der Zeitschrift „Studium Integrale Journal“ einem breiteren Publikum vermitteln können. Werden Sie Autor eines Artikels dieser Zeitschrift (www.wort-und-wissen.de/sij) und gewinnen Sie einen Preis! Der Artikel sollte etwa 15.000-25.000 Zeichen umfassen und illustriert werden. Insbesondere soll im Bereich der Naturwissenschaft der Bezug zur Evolutions-/Schöpfungsthematik herausgearbeitet werden und der Artikel sich sachlich-kritisch mit Evolutionsvorstellungen auseinandersetzen. In den Wirtschaftswissenschaften spielt die Ethik und ihre Auswirkung eine größere Rolle.

Bei der Anmeldung als Autor (unter Kontakt) können Sie entweder ein eigenes Thema vorschlagen (über die Annahme des Themas entscheidet die Studiengemeinschaft), oder Sie erhalten eine Liste mit Themen, die uns besonders interessant oder wichtig erscheinen. Neben Literaturangaben zum Einstieg in die Thematik bieten wir Ihnen eine Betreuung während der Entstehung des Artikels an, sofern Sie dies wünschen.

Schicken Sie Ihren fertigen Artikel spätestens zum 31. 10. 2007 an . Die beste Einsendung wird mit EUR 500 prämiert, die zweitbeste mit EUR 250, die drittbeste mit EUR 125, und die Artikel werden in Studium Integrale Journal abgedruckt. Über die Prämierung entscheiden Gutachter aus dem jeweiligen Fachgebiet der Studiengemeinschaft. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Spaß beim Schreiben wünscht die Studiengemeinschaft Wort und Wissen!


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Die Frage der Literaturgattung und der Historizität von Genesis 1-3

Der Alttestamentler Prof. Dr. Hendrik J. Koorevaar von der Evangelischen Theologischen Fakultät in Leuven/Belgien hat zur Frage der Literaturgattung und der Historizität von Genesis 1-3 zwei Texte verfasst, die in der Rubrik Artikel abgerufen werden können.

Niemand kann der Frage nach unserem Wissen über die Anfänge der Welt ausweichen. Wie war der Anfang der Welt, der Anfang des Lebens, der Anfang der Menschheit? Die Antworten, die uns durch Religionen, Philosophien und Naturwissenschaften angeboten werden, sind sehr vielfältig. Für zahlreiche Menschen liegt in diesen widersprüchlichen Auskünften ein Grund zum Skeptizismus. Diese Position ist aber unbefriedigend, weil die uns umgebende Natur und wir selbst konkret da sind, und so geht die Suche weiter. Man kann zwar anders votieren, aber es ist plausibel, dass es einen konkreten Anfang gegeben haben muss. Genesis 1-3 erhebt den Anspruch, die Antwort Gottes auf diese Fragen zu sein. Die ersten Kapitel der Bibel stellen Gottes Zeugnis und das Zeugnis der ersten Menschen über den Anfang dar. Wir nehmen dieses Zeugnis ernst.
Der erste Artikel behandelt den Schöpfungsbericht (Gen 1,1-2,3) unter der Überschrift Wie geschah die Schöpfung? Der zweite Artikel widmet sich dem Bericht vom Garten Eden (Gen 2,4-3,24) mit der Frage Was geschah im Garten Eden? Beide Berichte sind miteinander verbunden. Zugleich sind sie aber auch unterschiedlich, und deshalb sind auch die Fragen verschieden, die sich dadurch stellen. Die Einleitung zu Beginn des ersten Artikels bezieht sich auf beide Teile. Der Abschluss des zweiten Artikels fasst beide Teile zusammen. So bleibt die Einheit beider Artikel gewahrt. Viele ältere und neuere Interpretationsvorschläge zum Verständnis von Genesis 1-3 werden in diesen Artikeln diskutiert und bewertet.

Proteine aus einem fossilen Oberschenkelknochen von Tyrannosaurus rex

In Fossilien, denen ein hohes Alter (ca. 70 Millionen Jahren) zugeordnet wird, haben Wissenschaftler wiederholt flexibles Gewebe isoliert und auch zellähnliche Strukturen nachgewiesen. Jetzt wurden mit leistungsfähigen Analysemethoden Fragmente von Proteinen festgestellt. Dieser Befund steht im Widerspruch zu den etablierten Erfahrungen über die chemische Stabilität von Proteinen. Danach sollten diese biologisch bedeutsamen Makromoleküle nach einer Zeitspanne, die deutlich unter einer Million Jahre liegt, nicht mehr analytisch nachweisbar sein. Zur Lösung dieser Diskrepanz könnten bisher unbekannte Mechanismen zur Langzeitstabilisierung von Polypeptiden beitragen. Solange solche nicht aufgezeigt werden können, stehen die hier vorgestellten Befunde im Widerspruch zu den konventionellen Altersangaben der Fossilien.
Der komplette Text steht hier: www.genesisnet.info/schoepfung_evolution/n82.php?a=0

Erdähnlich – oder venusähnlich?

Anfang Mai 2007 ging es wie ein Lauffeuer durch die Presse: Es gibt sie: erdähnliche Planeten! Kosmisch gesehen direkt um die Ecke in nur 20 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Waage. Wer träumt da nicht sofort von einer Reise zu diesem exotischen Ort, wo es blaue Ozeane, eine unberührte Natur mit üppiger Vegetation und milde Temperaturen geben soll? Auf jedem Fall die Astronomen, die dieses Bild der Öffentlichkeit präsentierten. Die Realität sieht jedoch düster aus – oder besser: höllisch heiß: www.genesisnet.info/schoepfung_evolution/n83.php

Stanley L. Miller – Pionier der Ursuppenforschung gestorben

Am Sonntag, 20. Mai 2007 starb in einem Pflegeheim in der Nähe von San Diego der Chemiker Stanley Miller (* 7. März 1930). 1953 erschien in der Wissenschaftszeitschrift Science unter seinem Namen eine aufsehenerregende Arbeit über die Herstellung von Aminosäuren unter präbiotischen (=vor der Existenz von Leben) Bedingungen. Mit dieser Arbeit betrat der junge Chemiker die wissenschaftliche Bühne und kann als Pionier der experimentellen Erforschung chemischer Prozesse zur Lebensentstehung gelten. Harald Binder hat einige Informationen zu Miller und zur Bewertung seiner Arbeit zusammengestellt: www.genesisnet.info/schoepfung_evolution/n84.php


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Bevölkerungswachstum und Werkzeugfunde sprechen für eine kurze Menschheits-geschichte

Vor einem Jahr erschienen, nach einem halben Jahr bereits in der 2. Auflage: Ein wichtiges Buch mit starken Argumenten für eine kurze Menschheitsgeschichte. Die Kritiker haben bisher geschwiegen.

Michael Brandt: Wie alt ist die Menschheit? Demographie und Steinwerkzeige mit überraschenden Befunden.
Holzgerlingen. Hardcover, 160 S., 43 Abb., 29 Tab., Format 16,5 x 24

Das Buch ist trotz seiner wissenschaftlichen Tiefe auch für Laien gut lesbar. Es richtet sich daher an alle an der Vorgeschichte der Menschheit Interessierten, Fachleute wie Laien. Der Leser erhält über das eigentliche Thema hinaus auch viele interessante Einblicke in die Lebensumstände der Menschen der Steinzeit.

[bestellen] [Details] [Leseprobe] [Info 2/06]

Eines der großen Rätsel der Evolution

Buch über Herkunft der Sprachen in der 3. Auflage

Roger Liebi: Herkunft und Entwicklung der Sprachen. Linguistik contra Evolution.
Hänssler-Verlag, 3. Aufl. 2007, 304 S., 21 Abb., Pb.

Weltweit werden heute über 6900 verschiedene Sprachen (ohne Dialekte) gesprochen. Der Mensch besitzt die Fähigkeit, sich durch artikulierte Laute differenziert auszudrücken. Im Tierreich gibt es dazu keine Parallelen. Diese Feststellungen wecken Fragen: Woher kommen die Sprachen? Hat es eine Sprachevolution von Urlauten bis hin zu modernen Sprachen gegeben? Sind die ältesten Sprachen der Welt primitiver als moderne Sprachen des 21. Jahrhunderts? Sind Sprachen von Eingeborenenvölker im Vergleich zu den Sprachen des Abendlandes „unterentwickelt“? Kann man in den Sprachen, deren Geschichte über Jahrtausende hinweg dokumentiert sind, eine allmähliche Aufwärtentwicklung feststellen? Der Autor zeigt: Die dokumentierten Fakten der Sprachwissenschaft widersprechen einer Sprachentwicklung im Sinn der Evolutionslehre. Die Geschichte von der Sprachenverwirrung in Babel (Genesis 11) ist kein Mythos. Sie muss von der Linguistik ernst genommen werden.

Das Thema ist gründlich recherchiert und das Buch leicht lesbar. Hier finden Sie gute Argumente gegen eine evolutive Entstehung der Sprache.

[Details] [Info 3/03]


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Immer wieder Anlass zu Fragen und manchmal auch Irritationen sind Stellungnahmen seitens Wort und Wissen, dass Evolution zurecht Teil des Biologieunterichts sei. So auch geschehen in einem Interview im „Stern“ (20/2007) mit den beiden Vorsitzenden, Henrik Ullrich und Peter Imming (http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/590580.html).

An dieser Stelle möchten wir daher auf unsere hier auf unsere ausführliche Stellungnahme (Evolution und Schöpfung in der Schule) hinweisen. Wenn wir Evolution als Lehrstoff akzeptieren, dann schließt das ausdrücklich ein, dass der Biologieuntericht auch deutlich macht, dass Evolution wesentliche Fragen nicht beantworten kann und keine Tatsache ist. Wenn die Schüler im Biologieunterricht die Evolutionstheorie inklusive Kritik daran nicht kennenlernen würden, würden sie diese nur aus den Medien lernen (was sie ohnehin auch tun), und das wäre schlecht, weil dort die Probleme bekanntlich am meisten unter den Teppich gekehrt werden. Zur Evolutionstheorie gehört zudem auch ganz wesentlich der ganze Bereich Mikroevolution, der gut auch zur biblischen Sicht passt (im klaren Gegensatz zu Makroevolution).


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Das Wort und Wissen Info 2/2007 (Nr. 79; Juni 2007)

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Letzte Änderung: 03.07.2007
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