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Die Arbeitsgruppe Biologie/Chemie der Studiengemeinschaft Wort und Wissen beschäftigt sich mit Themen, die im Zusammenhang mit Ursprungsfragen stehen. Das heißt,wir setzen uns kritisch mit Evolutionstheorien auseinander und versuchen, im Rahmen des biblischen Schöpfungszeugnisses alternative Ausgangshypothesen und daraus testbare Theorien zu entwickeln.

Projekte im Rahmen dieser Zielsetzung kann jeder anpacken, der einige Semester Biologie studiert oder sich autodidaktisch eingearbeitet hat. Die Aufgaben sind vielseitig, sowohl thematisch als auch vom erforderlichen Aufwand her. Gefragt ist alles – von Kurzartikeln mit wenigen Sätzen bis zur Monographie oder Vorträgen. Wir versuchen nach unseren Möglichkeiten, Mitarbeiter die ein Themengebiet bearbeiten möchten mit Rat und Tat zu unterstützen.

Europäische Blaumeise (Parus caeruleus) und Kohlmeise (Parus major). Die unabhängig entstandenen Unterarten der beiden Arten entsprechen sich im Äußeren in derart vielen Details (Parallelvariation), dass der Schluss auf eine genetisch programmierte Variabilität nahe liegt.

Des weiteren ist auch Mitarbeit in didaktischen Bereichen möglich. Wir brauchen immer wieder Bilder von verschiedenen Organismen, Fossilien, Mikro- und Makrofotos, Zeichnungen etc., um unsere Artikel und Schriften bebildern zu können. Denkbar wäre auch die Erstellung von elektronischen Medien (CDs) usw. für Kinder und Jugendliche oder die Herstellung didaktischen Modellen etc. Hier ist steht das biologische Detailwissen nicht im Vordergrund, ein Grundverständnis sollte man aber mitbringen.

Im folgenden sind einige Themengebiete und Fragestellungen beispielhaft zusammengestellt, die uns interessieren. Die Themengebiete sind relativ allgemein gehalten und nicht als konkrete Projekte formuliert. Wer ein Projekt bearbeiten möchte, melde sich bei der Kontaktperson (siehe unten).

Grundtypenbiologie

  • Beschreibung, Abgrenzung und Charakterisierung weiterer Grundtypen (Beispiel eines bearbeiteten Grundtyps: Katzenartige). Welche gut abgrenzbaren Gruppen gibt es, sind aber noch nicht unter dem Gedanken des Grundtyps hin untersucht?
  • Artbildungsprozesse, Geschwindigkeit der Artbildung
  • Hinweise auf Polyvalenz von Grundtypen (siehe Genetisch polyvalente Stammformen von Grundtypen)
  • Mechanismen der Polyvalenz (z. B.: Unterirdisch lebende Säugetiere; Maul- und Substratbrüten bei Buntbarschen; Echsen mit Beinen und ohne Beine)

Evolutionsmechanismen

  • „PuWos“ der zweiten Generation: Die Nachkommen von Mischlingen aus Pudel und Wolf. Sie zeigen eine reiche Vielfalt von Merkmalskombinationen.
    Gibt es Hinweise auf Grenzen der Evolution? (Beispiele: Resistenzbildung, Malariaforschung; Behes Buch „The Edge of Evolution“)
  • Was ist über Evolution durch Genduplikation, Gen-Tinkering, Modularität, Reprogrammierungen, Änderungen der Ontogenese (Evo-Devo) experimentell nachgewiesen? (Diskussion einzelner Studien)
  • Detaillierte Analysen von Beispielen nichtreduzierbarer Komplexität (beispielsweise bakterielles Magnetosom, Biolumineszenz, Proteorhodopsin usw.).
  • Adaptation: Möglichkeiten und Grenzen von Lebewesen. (Die genetische Adaptation hat Grenzen. Dies wird an Viren deutlich und von der metabolic control theorie vorhergesagt. Das Thema kann an ausgewählten Beispielen beleuchtet werden.)
  • Entstehung neuer Proteinfaltungen durch einzelne Aminosäureaustausche (mögliches Beispiel: GFP oder andere gut untersuchte Proteine).
  • Kritische Diskussion von fortlaufend kultivierten Bakterien-Reihen. Welche mikroevolutiven Prozesse kann man hier beschreiben? Wie weitreichend ist Mikroevolution?

Vergleichende Biologie

  • „Klassische“ und molekulare Stammbäume im Vergleich (z. B.: Neue Erkenntnisse über Chordatiere und deren Abstammung. Eine komplette Umstellung der Wurzel des Chordatier-Stammbaumes wurde vorgenommen. Kritische Bewertung.)
  • Vergleichende Genomik, vererbte Fehler, Verteilung von Pseudogenen
  • Genetische Unterschiede zwischen Menschen und Affen
  • Überblick über die wichtigsten Ergebnisse des ENCODE-Projekts. (Welche Funktion haben DNA-Abschnitte auf dem menschlichen Genom, die nicht für Proteine kodieren?)
  • Die Verteilung der HOX-Gene im Tierreich, die als genetische Schalter die Ontogenese steuern.

Paläontologie

  • Kambrische Explosion (Sind die dort auftretenden Tiere „gute“ Vorläufer für die heutigen Lebewesen?)
  • Evolution höherer Taxa, z. B. der Säugetiere (hier gibt es viele Projekte)

Biologische Hinweise auf Diskrepanzen der etablierten Erdgeschichte

  • Fossilien organischer Moleküle und die Altersfrage
  • Bernstein aus der Trias: Mikrofossilien damals und heute: Sind evolutive Veränderungen wenigstens auf morphologischer Ebene erkennbar? Gibt es eine Höherentwicklung im Sinne der Evolutionstheorie, die man Anhand von Bernsteinfossilien nachweisen kann? Welchen Sinn ergibt die Einteilung in „primitiv“ und „abgeleitet“ in diesem Zusammenhang?

Chemische Evolution

  • Bedingungen für die Entstehung des Lebens auf der frühen Erde
  • Minimale Zellsysteme - wie komplex muss die Biochemie lebendiger Zellen sein?
  • Künstliche Lebewesen. Möglichkeiten und Voraussetzungen, die Leben möglich machen.

Leiter der Fachgruppe für Biologie ist:

Niko Winkler
Rosenbergweg 29
D-72270 Baiersbronn
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Letzte Änderung: 16.05.2008
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