Mitarbeit in den Fachgruppen:ArchäologieBiologieGeowissenschaften
Physik/KosmologieWirtschaftswissenschaftenWissenschaftstheorie


In unserer Fachgruppe bearbeiten wir Themen in einem relativ breiten Spektrum von physikalischen Gebieten, die im Lichte der Bibel und speziell der Schöpfung relevant sind. Dazu gehören im Wesentlichen:

  • Information und Austausch über relevante aktuelle Forschungsergebnisse aus der Physik, Astrophysik und Kosmologie

  • Verfassen von „Reviewartikeln“ aus der Perspektive der Schöpfungsforschung („Wo sind die Grenzen der Modelle? Was weiß man wirklich und was wird gewöhnlich nur angenommen?“)

  • Herausarbeiten von physikalischen Anomalien. In diesem Zusammenhang müssen auch immer die folgenden Fragen gestellt werden: Sind die Anomalien belastbar, d.h. halten sie einer detaillierten Überprüfung stand? Werden sie von der Fachwelt anerkannt? Falls ja, wie geht der Mainstream damit um; falls nein, warum werden sie nicht akzeptiert?

  • Erarbeiten von alternativen kosmologischen Modellen

  • Durchführen von Computersimulationen

Die Ergebnisse solcher „Forschungen“ können dann im Publikationsorgan von W+W (Studium Integrale Journal) publiziert werden. Die physikalischen Gebiete, die im Zusammenhang der Schöpfung interessant sind, lassen sich grob in 6 Kategorien unterteilen (Punkte a – f). Eine siebte Kategorie (Punkt g) ist ein wenig von der Forschung abgekoppelt, aber notwendig, um die Forschenden zu entlasten und die Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Für alle Projekte suchen wir Mitarbeiter, die für unsere Grundüberzeugungen aufgeschlossen sind. Es werden nun die einzelnen Gebiete vorgestellt:

a. Astronomie und Kosmologie

Diese Kategorie beinhaltet einen Forschungsschwerpunkt von W+W und hat sich als ein sehr herausfordernder Bereich erwiesen. Unsere Hauptfrage besteht (immer noch) darin, wie man die biblische Schilderung von der 6-Tageschöpfung und einer jungen Erde mit der Größe und dem Alter des Kosmos zusammenbringen kann. Gegenstand der Forschung sind hier aber nicht nur der Kosmos, sondern auch das Gottes Wort. Was sagt die Bibel (in physikalischer Hinsicht) über den Kosmos und dessen Entstehung aus. In welchem Zusammenhang steht das mit den astronomischen Beobachtungen?

Abgesehen von dieser eher allgemeinen Zielsetzung suchen wir Physiker, die sich in spezielle astrophysikalische Gebiete einarbeiten möchten. Beispielsweise brauchen wir besonders für folgende Fragestellungen Mitarbeiter:
  • Sonnensystem: Eine gründliche Auseinandersetzung mit der Fachliteratur über Simulationen zur Entstehung des Sonnensystems. Was kann man mit den Simulationen erklären und wo gibt es robuste Lücken? Wir brauchen eine Übersichtsarbeit über diese Thematik. Weiter: Wie können wir die extrasolaren Planeten einordnen? Wie wahrscheinlich ist die Entstehung einer „lebensfreundlichen Erde“ unter kosmisch realistischen Bedingungen (siehe auch Punkt e)?
  • Primordiale Nukleosynthese: Astronomische Beobachtungen scheinen sehr gut zu den Erwartungen der Theorie zu passen, wonach sich leichte Elemente in den ersten paar Minuten nach dem Urknall gebildet haben sollen. Daher gilt die „Primordiale Nukleosynthese“ als eine Säule des Urknalls. Wie gut stimmen die Beobachtungen und Erwartungen im Detail wirklich überein? Welche Anomalien gibt es?
  • Das Universum bei hoher Rotverschiebung: Das Licht ferner Galaxien braucht nach momentanen Vorstellungen sehr lange, bis es uns erreicht. Daher sehen wir das Universum bei hoher Rotverschiebung so, wie es ausgesehen hat, als es noch viel jünger war. In der Presse (und Fachliteratur) wird immer wieder behauptet, dass Beobachtungen bei hoher Rotverschiebung dem Urknallmodell widersprechen würden, da die Galaxien dort gar nicht so „jung“ aussähen wie erwartet. Lässt sich diese Behauptung erhärten? Wir brauchen eine Übersichtsarbeit über diese Thematik.
b. Radiometrische Datierungen

Die radiometrischen Datierungsmethoden sind die Basis der geologischen Zeittafel, wonach die Erde 4,6 Milliarden Jahre alt sei. Während in der Geologie immer mehr Hinweise auf schnelle Prozesse dokumentiert werden, war es bisher nicht möglich, die Theorie (und damit die Alter) der radiometrischen Datierungsmethoden substantiell in Frage zu stellen. Dieser Tatbestand ist eine der größten Probleme für eine biblische Kurzzeitgeologie und stellt somit auch eines unserer Forschungsschwerpunkte dar. Die Forschungen zu dieser Thematik, die von amerikanischen Schöpfungsforschern durchgeführt wurden, haben leider einer eingehenden Prüfung nur teilweise oder gar nicht standgehalten (siehe Stellungnahme zu den Ergebnissen des „RATE-Projekts“ über radiometrische Datierungen). Wir brauchen dringend Physiker, die sich dieser Herausforderung stellen.

c. Selbstorganisation in Physik und Biologie

Inwiefern gibt es in der Physik (und Biologie) „Selbstorganisationsprozesse“? Wie weitreichend sind diese? Sind sie ein Schritt auf dem Weg von anorganischer Materie zu belebter Materie?

d. Intelligent Design konzeptionell verstehen und entwickeln (ev. in Zusammenarbeit mit Biologen und Philosophen)

Intelligent Design ist eine Denkrichtung, die versucht, das „scheinbare Design“ in der belebten Natur als „echtes Design“ zu verstehen (und nicht als Produkt eines nicht-teleologischen Evolutionsprozesses). Prominente Vertreter dieser Denkrichtung sind beispielsweise Michael Behe oder William Dembski. Während Behe vor allem von der biologischen Seite argumentiert, so versucht Dembski, sich dieser Thematik eher von der mathematisch theoretischen Seite zu nähern. Mit seinem Ansatz sucht er einen Weg, Design transsubjektiv festzumachen. In diesem Zusammenhang stellen sich die Fragen: Wie kann man Design erkennen? Kann man Kriterien in der belebten Welt finden, an welchen sich Design festmachen lässt? Wie könnte man solche Kriterien rein mathematisch oder wahrscheinlichkeitstheoretisch formulieren? Was ist Information? Was ist der erkenntnistheoretische Status von ID? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, muss man sich ein Stück weit in das interdisziplinäre Gebiet zwischen Biologie, Mathematik und Philosophie hineinwagen. Dazu braucht es auch Mathematiker und Physiker, die durch ihre analytischen Fähigkeiten den Biologen und Philosophen helfen, diese wichtige Thematik zu bewältigen.

Als konkretes Projekt in dieser Kategorie ist das „Dembski-Projekt“ in Vorbereitung (in Zusammenarbeit und anlässlich der bevorstehenden Gründung des Vereins „Design in Nature“), das zum Ziel hat, den theoretischen Ansatz Dembskis kritisch zu analysieren und ggf. zu verbessern.

e. Anthropisches Prinzip und ‚Fine Tuning‘

Dieser Bereich ist eng mit philosophischen Fragestellungen verbunden. Warum sind die Naturgesetze so, wie sie sind? Wäre Leben auch möglich, wenn die Naturgesetze ein wenig anders wären (‚fine tuning’ der Naturgesetze)? Ist der Rückschluss auf ein ‚Multiversum’ (d.h. ein Ensemble von Universen) in Kombination mit einer Art „anthropischer Selektion“ eine akzeptable Erklärung für den Befund, dass die Naturgesetze für Leben ‚fine tuned’ sind?

f. Quantenphysik und fundamentale Theorien (SUSY, Burkhard Heim, Stringtheorien...)

Dieser Bereich hebt sich von den anderen möglicherweise ein wenig ab und hat auch einen engen Zusammenhang zu philosophischen Fragestellungen. Wir stellen uns hier Fragen wie: Was sagen die fundamentalen Theorien über das Wesen der Schöpfung und der Wirklichkeit? Nähern wir uns einer Weltformel? Lassen die fundamentalen physikalischen Gesetze so etwas wie einen „freien Willen“ überhaupt zu? Ließen sich mit „exotischen Theorien“ wie beispielsweise derjenigen von Burkhard Heim ein junges Universum und eine junge Erde begründen? Es ist angebracht, dass wir uns über solche Themen Gedanken machen und bei den fundamentalen Theorien auf dem laufenden bleiben. Dies ist jedoch nicht unbedingt ein Hauptschwerpunkt unserer Arbeit.

g. Anderes (Webseitenbetreuung, Administratives, Didaktisches)

Während der Schwerpunkt unserer Fachgruppenarbeit auf der Forschung liegt, dürfen wir nicht vergessen, dass wir die erarbeiteten Ergebnisse auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen müssen. Gerade in der Physik ist die Kluft zwischen Fachpublikation und populären Publikationen besonders groß. Aus diesem Grund brauchen wir Mitarbeiter, die unsere Forschungsergebnisse didaktisch und allgemeinverständlich aufarbeiten. Auf der anderen Seite fällt immer wieder viel administrative Arbeit an, die erlegt werden muss. Es wäre schön, wenn unseren Forschern diesbezüglich der Rücken freigehalten werden könnte.

Falls Ihnen einer der genannten Arbeitsmöglichkeiten zusagt oder sie eine Arbeitsmöglichkeit sehen, die hier nicht aufgelistet ist, so setzen Sie sich bitte mit einem der Fachgruppenleiter in Verbindung.

Leiter der Fachgruppe für Physik und Kosmologie sind:

Dr. Peter Korevaar
Beethovenstrasse 1
D-74909 Meckesheim
Tel.: +49(0)6226/992121
Kontakt
Albrecht Ehrmann
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Letzte Änderung: 11.07.2011
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