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Zum Fernsehbeitrag „Wer erschuf Darwin?“

Am 14. November strahlte das Bayerische Fernsehen in seiner Reihe „Faszination Wissen“ einen halbstündigen Beitrag zum Thema „Wer erschuf Darwin? Evolution oder Kreation“ aus. Dabei wirkte auch Dr. Reinhard Junker mit, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Studiengemeinschaft Wort und Wissen angestellt ist.

Das Strickmuster des knapp halbstündigen Filmbeitrags war einfach: Zunächst wurden in den Zwischenmoderationen Fragen an die Evolutionstheorie gerichtet. Dabei wurde relativ deutlich eingeräumt, dass es inhaltlich und methodisch mit der Evolution immer noch grundsätzliche Probleme gibt. Einige dieser Fragen wurden als Kritikpunkte von R. Junker im Film als kurze Statements formuliert. Anschließend wurden Arbeiten verschiedener Wissenschaftler vorgestellt und behauptet, dass die von Junker formulierte Kritik an der Evolution damit widerlegt sei. Die Schlussfolgerungen des Filmes waren: Evolution ist eine Tatsache, und Kreationisten und Anhänger von „Intelligent Design“ verschleiern dieses „Wissen“ durch das Beharren auf Kritik, die durch die moderne Forschung gegenstandslos sei.

Der Film ist ein Musterbeispiel für die Manipulation von Zuschauern, die mit der Thematik nicht vertraut sind. Auf die vorgebrachten Argumente zur Erwiderung der Evolutionskritik kann wirkungsvoll geantwortet werden, diese Antworten kamen aber nicht zur Sprache. Die betreffenden Befunde lassen sich wohl evolutionär interpretieren – diese Deutungsmöglichkeit wird von Wort und Wissen nicht bestritten –, sie erfahren aber auch im Rahmen einer Schöpfungslehre eine verständliche Interpretation. Dadurch, dass die Evolutionsbefürworter zum einen sehr viel mehr Zeit zur Darstellung ihrer Argumente und zum anderen immer das letzte Wort hatten, wurde dem Zuschauer die Überlegenheit der Evolutionsbiologen vermittelt und natürlich auch, dass die aufgeworfenen Fragen gelöst seien.

Folgende Themen wurden behandelt:
1. Die Entstehung der kernhaltigen Zellen und die Endosymbiontentheorie. (Diese Theorie besagt, dass die Zellen der vielzelligen Tiere und Pflanzen dadurch entstanden sind, dass eine Wirtszelle eine andere Zelle einverleibt hat.)
2. Mutationen und Entstehung neuer Baupläne.
3. Grundtypenbiologie und fossile Übergangsformen. (Im Rahmen der biblischen Schöpfungslehre werden die geschaffenen Arten als Grundtypen bezeichnet.)
4. Entstehung des Vogelflugs.

In einem Diskussionsbeitrag (http://www.wort-und-wissen.de/disk/d10/2/d10-2.html) erläutert Reinhard Junker die jeweils vorgetragenen Argumente und Gegenkritik der Evolutionsbefürworter, und zeigt, weshalb diese Gegenargumente die aufgeworfenen kritischen Fragen an die Evolutionslehre nicht beantworten. Er kommt zur Schlussfolgerung: „Hätten ich oder andere Mitarbeiter von Wort und Wissen die Gelegenheit zur Entgegnung gehabt, wäre das Fazit der Sendung sehr viel anders ausgefallen.“

Der Film thematisiert im Schlussteil auch einige theologische Aspekte. Die Evolutionslehre widerspreche einem „modernen“ Verständnis von Schöpfung nicht. Auf die theologischen Aussagen wird im verlinkten Diskussionsbeitrag ebenfalls kurz eingegangen.


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