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Streit um das 10. Jahrhundert
Gibt es archäologische Indizien für ein Königtum Davids & Salomos in Jerusalem?

von Sonja Stocksmeier

Studium Integrale Journal
21. Jahrgang / Heft 2 - Oktober 2014
Seite 73 - 80


Zusammenfassung: War Jerusalem im 10. Jahrhundert v. Chr. nur ein kleines Dorf im judäischen Bergland, das ein spärlich besiedeltes Hinterland kontrollierte1, und David – falls er überhaupt historisch existierte – nur ein kleiner Stammesfürst, der erst Jahrhunderte später zum Herrscher eines Großreichs hochstilisiert wurde? Oder gibt es tatsächlich archäologische Hinweise darauf, dass Jerusalem in dieser Zeit die Hauptstadt eines zentral verwalteten großen Reiches war, das sogar über den Norden des Landes herrschte?




Veränderungen in der Biblischen Archäologie

In den vergangenen 25 Jahren hat es große Veränderungen im Bereich der Biblischen Archäologie gegeben. Zum einen kamen durch archäologische Grabungen viele neue, teilweise spektakuläre Funde ans Licht. Zum anderen waren es aber auch gerade einige dieser Entdeckungen, die manche bis dahin als sicher geltenden Vorstellungen in Frage gestellt haben. Insbesondere die Historizität des Geeinten Reiches in Israel unter David und Salomo wurde zum Streitpunkt zwischen israelischen Archäologen. Hatte es wirklich ein von Jerusalem aus zentral regiertes Königtum im 10. Jh. v. Chr. gegeben oder deuteten die archäologischen Funde nicht eher darauf hin, dass Jerusalem um diese Zeit nur eine kleine, unbedeutende Ortschaft war, die höchstens das spärlich besiedelte Hinterland kontrollierte (Finkelstein & Silberman 2006), und dass Juda sich überhaupt erst im 9. Jh. v. Chr. zu einem Staatswesen entwickelte? Damit wären David und Salomo entweder mythologische Figuren oder kleine Stammesfürsten, die erst im Nachhinein zu Großkönigen stilisiert wurden.

Abb. 1: Künstlerische Rekonstruktionszeichnung der Davidsstadt zur Königszeit mit Festung und „Millo“ im Zentrum, rechts daneben der Ophel (Palast-Areal) und das Tempelgelände; im Vordergrund sieht man die Wachtürme über der Gihon-Quelle. (Bild aufgenommen im archäologischen Park der Davidsstadt)

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Wie kam es zur Ablehnung der Historizität?

In den 1990er Jahren gelangte Israel Finkelstein von der Universität Tel Aviv zu der Ansicht, dass die bis dahin übliche Datierung der stratigraphischen Schichten in Megiddo und anderen Tells* nicht stimmen könne. Den Anstoß dazu hatte eine Neubewertung der bichromen* Philisterkeramik gegeben (Finkelstein 1995; 1996).Ausschlaggebend war allerdings die Grabung Ussishkins in Jesreel, da der dortige Keramikbefund seiner Ansicht nach große Ähnlichkeit mit dem von Megiddo hat, welcher traditionell ins 10. Jh., also in die Zeit Davids und Salomos datiert wurde. Nun datierte aber Ussishkin (und ebenso Finkelstein) diese Keramik aus Jesreel in die Zeit der Omriden* (9. Jh.), die dort eine Palastanlage besaßen (vgl. 1. Kön 21,1). Für diese Datierung sprach auch die Ähnlichkeit der Paläste in Jesreel und Samaria, der von den Omriden neu gegründeten Hauptstadt des Nordreichs Israel (vgl. 1. Kön 16,24). Da es sich bei Samaria um eine Neugründung handelte, sollte die Keramik dort nicht älter als ihr Gründervater Omri sein.

Die Konsequenzen einer solchen Umdatierung bestünden für Megiddo darin, dass sämtliche Monumentalbauten, die nach der traditionellen Chronologie König Salomo (965-926) zugeschrieben wurden, d. h. das gewaltige Sechskammertor und die daran anschließende Kasemattenmauer, nun in die Zeit Omris (882-871) oder Ahabs (871-852) fielen. Die nahezu identischen Sechskammertore in Hazor und Geser2 wären dann ebenfalls erst im 9. Jh. von den Omriden erbaut worden, und für die Zeit des Geeinten Reiches unter David und Salomo blieben archäologisch gesehen nur die spärlichen Reste, die man zuvor in die Richterzeit datiert hatte. Finkelstein ist überzeugt, dass erst der Dynastie der Omriden im Nordreich Israel im 9. Jh. die für eine Zentralregierung nötige Bevölkerung und Wirtschaftskraft zur Verfügung stand (Finkelstein 2013). Zur Unterscheidung von der traditionellen Chronologie spricht man bei dieser um 50-100 Jahre niedrigeren Datierung von der low chronology* Finkelsteins.

Dieser low chronology wurde sofort von anderen Archäologen wie Amihai Mazar und Amnon Ben-Tor heftig widersprochen. Zum einen wurde die „Ähnlichkeit“ der Keramik aus Jesreel und Megiddo in Frage gestellt, zum anderen veränderte sich laut Mazar die Keramik vom 10. bis zum 9. Jh. in dieser Gegend nicht wesentlich, außerdem würden durch die Umdatierung alle nachfolgenden Schichten unzulässig verkürzt, um nur zwei zentrale Gegenargumente zu nennen (Mazar 1997; Ben-Tor & Ben-Ami 1998). Die Diskussion wurde in den letzten zwei Jahrzehnten in verschiedenen Zeitschriften und Büchern sowie auf Konferenzen ausgetragen, ist aber noch längst nicht beendet. Insbesondere Eilat Mazars Entdeckung eines beeindruckenden Steingebäudes in der Davidsstadt in Jerusalem im Jahr 2005 hat sie wieder aufflammen lassen, denn größere Monumentalgebäude im 10. Jh. würden für eine zentralisierte Verwaltung sprechen und wären damit ein Indiz für das Geeinte Reich unter David und Salomo. Allerdings ist die Archäologie der Davidsstadt nicht ganz unproblematisch.

In den letzten Jahrzehnten wurde die Historizität des Geeinten Reiches unter David und Salomo, wie die Bibel es schildert, von einigen Archäologen und Theologen heftig bestritten. Ausgehend von einer Umdatierung bestimmter Keramikformen kam insbesondere der israelische Archäologe Israel Finkelstein zu dem Ergebnis, dass es in Jerusalem keinerlei archäologische Spuren für ein davidisches Großreich im 10. Jh. gebe. Die Stadt sei viel zu klein und unbedeutend gewesen, um als Zentrum eines größeren Reiches gedient zu haben, es gebe keinerlei Monumentalarchitektur. Damit wären die Berichte der Bibel über das Geeinte Reich unter David und Salomo keine historisch zuverlässigen Darstellungen, sondern ideologische Rückprojektionen aus einer sehr viel späteren Zeit.

Hier soll gezeigt werden, dass es trotz der archäologisch schwierigen Situation in der Davidsstadt deutliche Hinweise auf eine Zentralverwaltung im Jerusalem des 10. Jahrhunderts gibt. Dafür sprechen zwei Monumentalbauwerke, deren genaue Datierung zwar noch umstritten ist, die aber in jedem Fall schon in der fraglichen Zeit existiert haben. Selbst wenn sie vor dem 10. Jh. erbaut worden sein sollten, spricht die fortgesetzte Nutzung dafür, dass sie im 10. Jh. in Gebrauch waren. Damit hatte die Stadt zur Zeit Davids ein beeindruckendes Verwaltungsgebäude, was die biblische Darstellung von der Regierung König Davids archäologisch unterstützt.

Ob es weitere archäologische Indizien für das Geeinte Reich gibt, hängt von der derzeit in Frage gestellten Datierung bestimmter Keramiktypen ab, durch die bestimmte Schichten und Gebäude zeitlich eingeordnet werden.

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Die archäologische Situation in der Davidsstadt

Schon seit ca. 150 Jahren suchen Forscher in Jerusalem nach Spuren der Vergangenheit, einige aus religiösen Gründen, andere waren auf Schatzsuche und wieder andere hatten historisches Interesse (vgl. Tab. 1). Im Fokus waren dabei hauptsächlich der Tempelberg, das Wassersystem ausgehend von der Gihon-Quelle und der östliche Teil der alten Davidsstadt3 inklusive des Osthangs hinunter zum Kidrontal (Abb. 2).

Abb. 2: Karte mit Ausschnitt der Grabungsareale. (Nach Y. Shiloh, Qedem 19, 1984, S. 40, mit freundlicher Genehmigung von Dr. Donald T. Ariel)

Leider entsprachen die Grabungen vor 1960 nicht heutigen wissenschaftlichen Standards, d. h. es wurde noch nicht auf die Stratigraphie* geachtet, und in vielen Fällen sind die genauen Fundorte der einzelnen Stücke überhaupt nicht angegeben. Nur das Grabungsareal, in dem sie gefunden wurden, ist bekannt. Ähnlich wie bei modernen Raubgrabungen fehlt den Funden damit fast jeglicher Kontext. Sie können nicht mehr genutzt werden, um bestimmte Schichten oder andere Funde zu datieren. Damit ist ein großer Teil ihrer wissenschaftlichen Bedeutung verloren. Was allerdings bleibt, ist die Tatsache ihrer Existenz an diesem Ort, und im günstigsten Fall eine schriftliche Erwähnung in den damaligen Grabungsberichten.

Tab. 1: Archäologische Untersuchungen und Grabungen in der Davidsstadt

Mit wachsendem Wissen und zunehmender Erfahrung kommt es auch vor, dass Funde aus früheren Grabungen, die von ihren Ausgräbern falsch interpretiert und datiert wurden, neu gedeutet werden können. Zum Beispiel entdeckte die Parker-Grabung zwei rechteckige Steinsäulen, die sie als Tor und damit Teil der Stadtbefestigung deuteten (Vincent 1911). Jahrzehnte später stieß die Shiloh-Grabung weiter nördlich erneut auf derartige Steinsäulen, und man erkannte anhand des Kontextes, dass es sich eigentlich um die Stützpfeiler von Häusern aus der Eisenzeit II44 handelte, sogenannten four-room-houses*. Da die Parker-Expedition lediglich Tunnel durch den Hügel trieb, hatte sie das Haus um die Pfeiler herum nicht sehen können.

Oder, um noch ein anderes Beispiel zu nennen, auch das Sechskammertor in Geser wurde erst als solches erkannt, als Yigal Yadin, der ein ebensolches schon in Hazor ausgegraben hatte, sich die alten Grabungspläne von Geser noch einmal anschaute. Der frühere Ausgräber R. A. S. Macalister hatte 1902-1907 lediglich die eine Hälfte des Tores gefunden und es als Makkabäerburg identifiziert; damit lag er sowohl zeitlich als auch von der Bedeutung des Gebäudes her falsch. Es handelte sich um ein Stadttor aus der israelitischen Königszeit (Yadin 1958). Der amerikanische Archäologe William Dever konnte Yadins Erkenntnis Ende der 1960er Jahre durch Ausgrabung bestätigen. Es liegt nahe anzunehmen, dass sich in den Aufzeichnungen früherer Grabungsexpeditionen sowie in ihren Plänen noch mehr solcher Irrtümer verbergen, die mit wachsender Kenntnis korrigiert und richtig interpretiert werden können, um dann neue nützliche Informationen zu liefern.

Mit wachsender Kenntnis können frühere Fehlinterpretationen korrigiert werden.

Abgesehen von verlorenen oder falsch gedeuteten Daten stellt auch das Terrain der Davidsstadt ein gewisses Problem dar. Die Archäologie in Jerusalem unterscheidet sich von der anderer Tells, da die Stadt auf Felsen gebaut ist. Die Häuser waren aus Stein statt aus Lehmziegeln, daher wurden sie nach einer Zerstörung nicht einfach eingeebnet und überbaut. Man verwendete die Steine wieder für die nachfolgenden Gebäude, deshalb gibt es nur wenig deutlich erkennbare Stratigraphie (Keel 2007). Darüber hinaus wurde in römischer und byzantinischer Zeit oft der gesamte Schutt vergangener Jahrhunderte beseitigt, um direkt auf oder sogar in den Fels hinein bauen zu können (Reich 2011). Dadurch sind viele Spuren früherer Generationen unwiederbringlich zerstört worden. Das betrifft insbesondere den südöstlichen Teil der Davidsstadt, wo Raymond Weill 1913-14 einer Idee von Charles Clermont-Ganneau folgend nach den Königsgräbern der Davidsdynastie suchte. Er fand auch zwei tonnenförmige Kammern5 und mehrere in den Fels gehauene Vertiefungen, stellte aber fest, dass ein großer Teil dieses Gebiets in späterer Zeit als Steinbruch benutzt worden war.

Trotz dieser erschwerten Voraussetzungen hat es jedoch schon mehrfach spektakuläre Funde in der Davidsstadt gegeben. Um zwei davon soll es im Folgenden gehen.

Area: Eine Grabung ist meist in mehrere Bereiche unterteilt, die zur Unterscheidung mit Buchstaben bezeichnet werden. Bichrome Philisterkeramik: Keramik mit roter und schwarzer Bemalung, die mit der Ansiedlung der Philister in Kanaan in der frühen Eisenzeit in Verbindung steht und sich vermutlich aus der vorausgegangenen monochromen Keramik sowie importierter Ware aus der Ägäis (Myc IIIC) entwickelt hat. Sie wurde bislang traditionell um 1200-1000 datiert. EZ: Eisenzeit. Four-room-house: Eine typische Hausform für das Israel der Eisenzeit, bei der sich um einen rechteckigen Innenhof drei Wohn- bzw. Arbeitsräume gruppieren. Glacis: Aufschüttung, die den Verteidigern eine gute Sicht und ein freies Schussfeld auf die angreifenden Feinde ermöglicht. Low chronology: Vom israelischen Archäologen Israel Finkelstein entwickelte niedrigere Chronologie, die von der bis dahin üblichen traditionellen Chronologie um 50-100 Jahre nach unten abweicht. Omriden: Nach dem Vater König Ahabs benannte Dynastie im Nordreich Israel. Red slip hand burnished ware: Keramik mit rotem oder rötlich-braunem Überzug, die noch von Hand poliert wurde; das Politurmuster ist ungleichmäßiger als bei der späteren, auf der Töpferscheibe polierten (wheel burnished) Keramik. Traditionell wird diese Form als Kennzeichen für die Eisenzeit IIa gesehen. Revidierte Chronologie: Eine von Peter van der Veen und Peter James vertretene Chronologie, die davon ausgeht, dass die traditionelle Chronologie ca. 150-200 Jahre zu hoch angesetzt ist und die Zeit Davids nicht zu Beginn der EZ IIa, sondern schon zu Beginn der EZ I angesetzt werden muss (vgl. Tabelle). SBZ: Spätbronzezeit. Square: Seit Kenyon ist es üblich geworden, Grabungen in Form von gleichmäßigen Quadraten (squares) durchzuführen und die Zwischenwände stehen zu lassen, damit man an ihnen auch später noch die Schichtenfolge ablesen kann. Stratigraphie: Abfolge von Schichten, die auf die Besiedlungsphasen eines Ortes hinweisen und zu Datierungszwecken genutzt werden können. Tell: Siedlungshügel, bei dem die Besiedlungsphasen in Schichten übereinanderliegen. Terminus post quem: Ein Zeitpunkt, nachdem ein Ereignis erst stattgefunden haben kann.

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Die Stepped Stone Structure

Im Nordosten der Davidsstadt wurde schon 1923-25 von Macalister & Duncan eine riesige stufenförmige Steinstruktur, flankiert von zwei Türmen, entdeckt und ansatzweise ausgegraben, von den Ausgräbern damals als „defense glacis“ (Verteidigungs-Glacis*) bzw. „Jebusite Rampart“ (Jebusiter-Schutzwall) bezeichnet (Macalister & Duncan 1926). Kathleen Kenyon setzte die Freilegung dieses heute als Stepped Stone Structure (Steinstufen-Struktur) bezeichneten Bauwerks in den 1960er Jahren fort, ebenso Yigal Shiloh in den 1980ern (Abb. 2, Area G). Über einer Unterkonstruktion aus senkrecht und parallel zum Hang verlaufenden Terrassenmauern, deren Zwischenräume mit Steinen, Erde und Schutt gefüllt sind, liegen mehrere Schichten stufenförmig angeordneter großer Steine. An einigen Stellen gibt es auch keine Unterkonstruktion, und die Steine reichen bis auf den Grund.

Man ist sich heute weitgehend einig, dass diese beeindruckende Anlage dazu diente, den steilen Hang an dieser Stelle zu befestigen, damit er nicht durch die heftigen winterlichen Regenfälle ins Tal geschwemmt wurde, um damit ein großes oberhalb gelegenes Gebäude abzustützen. Immer wieder wird sie auch mit dem biblischen „Millo“ in Verbindung gebracht, ein Begriff, der wörtlich so etwas wie „Füllung“ bedeutet, aber nie übersetzt wird. Von König David heißt es nach seiner Eroberung Jerusalems, er „baute ringsumher, vom Millo an nach innen zu“ (2. Sam 5,9; 1. Chr 11,8). Auch von Salomo oder Hiskia wird berichtet, sie hätten am Millo gebaut oder ihn repariert (vgl. 1. Kön 9,15.24; 11,27; 2. Chr 32,5). Viele Forscher akzeptieren die schon von Kenyon vorgeschlagene Identifizierung der Stufenstruktur als Millo; da dies jedoch noch nicht vollständig gesichert ist, wird in der Literatur meist der Begriff Stepped Stone Structure verwendet.

Hinsichtlich ihrer Datierung gibt es allerdings unterschiedliche Positionen. Margreet Steiner von der Universität Leiden, die gemeinsam mit Henk Franken die lange Zeit unveröffentlichten Grabungsergebnisse der Kenyon-Grabung herausgegeben hat, ist der Ansicht, bei der terrassenartigen Unterkonstruktion und dem darüber liegenden Steinmantel handle es sich um zwei verschiedene Konstruktionen aus unterschiedlichen Epochen. Die Terrassenstruktur datiert sie aufgrund eines darin gefundenen collared-rim jar (Kragenrandkrug) auf das 12. Jh. (Ende SBZ IIb/Anfang EZ I), den darüber liegenden Steinmantel ins 10. Jh. auf den Beginn der EZ II. Sie hält ihn für eine spätere Erweiterung, da Kenyons Grabung weiter südlich gezeigt habe, dass ein Teil der Stepped Stone Structure keine terrassenartige Unterkonstruktion besitze, sondern bis zum Fels hinunter aus übereinandergeschichteten Steinen bestehe (Steiner 1994; 1998).6

Anders sieht dies Jane Cahill, eine frühere Mitarbeiterin Shilohs, die beide Bestandteile der Stepped Stone Structure als zeitgleich betrachtet und sie aufgrund der darin gefundenen Keramik auf das Ende der SBZ IIb oder den Beginn der EZ I datiert (Cahill 1998; 2003).7 Hierin wird sie unterstützt von Ronny Reich, der es für unmöglich hält, dass die am Hang gelegenen Terrassenmauern längere Zeit ohne den steinernen Schutzmantel den heftigen winterlichen Regenfällen standgehalten hätten (Reich 2011).

Abb. 3: Ein Teil der Stepped Stone Structure (SSS). Man sieht, wie die Steinreihen der breiten Mauer (W20) (rechts oben) geradlinig in die Konstruktion der SSS (Mitte) übergehen. (Foto: S. Stocksmeier)

Nach der traditionellen Chronologie wäre demnach laut Steiner die ursprüngliche Terrassenkonstruktion kanaanitischen bzw. jebusitischen Ursprungs, während der Bau des darüber liegenden Steinmantels in die Zeit Davids & Salomos fiele. Cahill zufolge stammt allerdings beides gemeinsam aus kanaanitisch-jebusitischer Zeit und wurde von David nicht erbaut, sondern weiterverwendet.

Die Terrassenmauern können schwerlich längere Zeit ohne steinernen Schutzmantel dem Winterregen standgehalten haben.

Ein in neuerer Zeit hinzugekommenes Problem bei der Datierung stellt der Umstand dar, dass die früher als Marker für das 10. Jh. benutzte Keramik (hand burnished red slip ware*) in die Diskussion geraten ist. Falls diese Art der Keramik ins späte 10. oder sogar erst ins 9. Jh. gehört, ergeben sich historisch völlig andere Zuordnungen. Finkelstein z. B. kommt aufgrund seiner low chronology zu dem Ergebnis, dass die frühere Phase der Stepped Stone Structure vermutlich ins 9. Jh. (EZ IIa) zu datieren sei, während die spätere Phase aus der hellenistischen Zeit stamme (Finkelstein/Herzog/Singer-Avitz/Ussishkin 2007). Damit hätte die gesamte Struktur nichts mehr mit der Zeit Davids zu tun, sondern wäre erst deutlich später in der Phase des geteilten Reiches erbaut worden.

Avraham Faust dagegen hält seit der Entdeckung der Large Stone Structure (s. u.) die gesamte Diskussion über die Datierung der Stepped Stone Structure für erledigt, da E. Mazar überzeugend gezeigt habe, dass beide Strukturen Teile derselben architektonischen Anlage seien (Abb. 3 und 6) und der Bau der Large Stone Structure nicht später als EZ I erfolgt sein könne (Faust 2010). In diesem Fall wären beide entweder von David erbaut oder hätten schon einige Zeit vorher existiert und wären von ihm weiterhin genutzt worden.

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Die Large Stone Structure

Seit 2005 ist die Stepped Stone Structure nicht mehr das einzige bekannte Monumentalgebäude innerhalb der Davidsstadt. Aufgrund mehrerer behauener Steinblöcke sowie eines proto-äolischen Kapitells8, die Kenyon nördlich der Stepped Stone Structure in Square A XVIII* gefunden hatte, kam Eilat Mazar zu dem Schluss, dass diese von einem Königspalast weiter oben am Hang herunter gerollt sein mussten (vgl. Abb. 4). Auch Shiloh hatte in der Nähe (in Area G*) weitere solcher behauener Steine gefunden.

Abb. 4: Ein proto-äolisches Kapitell aus Megiddo, das dem von K. Kenyon entdeckten Kapitell aus der Davidsstadt sehr ähnlich sieht. (Foto: J. J. Bimson, Rockefeller Museum, Jerusalem)

Als Mazar 2005 an der von ihr vermuteten Stelle eine archäologische Grabung durchführte, stieß sie unter Überresten aus späteren Zeiten auf ein gewaltiges Steingebäude, das sie der Keramik nach ganz ans Ende der EZ I oder den Anfang der EZ II datierte (Mazar 2009). Da die Stelle ihrer Ansicht nach vorher unbesiedelt war, geht sie davon aus, dass es sich hierbei um den von David gebauten Palast aus 2. Sam 5,11 handelt. In der Literatur hat sich, weil diese Identifizierung strittig ist, die Bezeichnung Large Stone Structure (in Analogie zur Stepped Stone Structure) durchgesetzt (Abb. 5).

Abb. 5: Mauern der Large Stone Structure (LSS). (Aus Biblical Archaeological Review 2006-1, S. 24)

Amihai Mazar stimmt Eilat Mazar in Bezug auf die Datierung weitgehend zu, allerdings hält er die EZ IIa-Keramik für Hinweise auf eine spätere Phase der Nutzung bzw. Reparatur des Gebäudes. Anders als Eilat Mazar identifiziert er es nicht als Davids Palast, sondern als die durch David von den Jebusitern eroberte Burg Zion (2. Sam 5,7.9) (Mazar 2006).

Auch Avraham Faust hält E. Mazars Datierung ganz ans Ende der EZ I für zu spät, weil das Bauwerk mindestens zwei Schichten EZ I-Keramik aufweise und daher über einen längeren Zeitraum in der EZ I existiert haben müsse (Faust 2010). Da keinerlei behauene Steine, wie Kenyon und Shiloh sie weiter unten am Hang entdeckten, innerhalb des Gebäudes gefunden wurden, obwohl einige Mauern in beträchtlicher Höhe erhalten sind, vermutet Faust, dass diese erst aus späterer Zeit stammen und nicht in die Bauzeit der Large Stone Structure gehören (Faust 2010).

Sowohl A. Mazar als auch Faust kommen also zu dem Schluss, dass die Large Stone Structure nach einer längeren Zeit der Nutzung in der EZ I mit einigen baulichen Veränderungen in EZ IIa weiter genutzt wurde. Bezogen auf die traditionelle Chronologie würde das bedeuten, dass dieses Gebäude schon vor der Zeit Davids gebaut und bewohnt und nach der Eroberung von ihm und seinen Nachkommen weiterbenutzt wurde. Diese Beschreibung würde tatsächlich am ehesten der Jebusiterfestung entsprechen. Auch die Stepped Stone Structure wäre dann jebusitischen Ursprungs.

Eilat Mazar versucht, die Verbindung zwischen Gebäude und David beizubehalten, indem sie den Bau der Large Stone Structure ganz ans Ende der EZ I bzw. in die Übergangszeit zur EZ IIa schiebt und gleichzeitig David früher ansetzt als normalerweise üblich (Mazar 2006).9 Ein so spätes Datum für die Errichtung der Anlage ist aber insbesondere aufgrund der zwei festgestellten EZ I-Schichten innerhalb des Gebäudes unwahrscheinlich.

Tab. 2: Übersicht über die verschiedenen Datierungs-Modelle. (Daten nach van der Veen & James 2008)

Nach der revidierten Chronologie* (vgl. Tab. 2) allerdings, bei der die EZ I ca. um 1000 beginnt, könnte man David als Erbauer der Large Stone Structure annehmen (van der Veen & James 2008); auch der Bau der Stepped Stone Structure wäre dann ihm zuzuschreiben. Damit fiele die spätere Weiternutzung des Gebäudes in EZ IIa in die Zeit des geteilten Reiches (etwa in die Zeit Joschaphats bzw. Ahabs). Allerdings hätte man in diesem Fall keine archäologischen Indizien für die von David eroberte Jebusiterfestung; sie müsste entweder an anderer Stelle gelegen haben oder vor dem Bau der Large Stone Structure beseitigt worden sein.

Eigentlich würde man erwarten, dass Finkelstein mit seiner low chronology eine mittlere Position zwischen traditioneller und revidierter Chronologie einnimmt. Dem ist aber in diesem Fall nicht so. Zusammen mit Ze´ev Herzog, Lily Singer-Avitz und David Ussishkin bezweifelt er, dass die von Mazar entdeckten Mauern alle in dieselbe Zeit gehören und datiert viele davon, insbesondere auch die über 5 m breite östliche Begrenzungsmauer (W 20), die mit der Stepped Stone Structure verbunden ist, in die hellenistische Zeit (Finkelstein / Herzog / Singer-Avitz / Ussishkin 2007). Der 2007 veröffentlichte Artikel berücksichtigt jedoch die Grabungsergebnisse der zweiten season Mazars nicht, daher sind viele Punkte darin inzwischen überholt oder unhaltbar geworden, insbesondere die Datierung der Mauer W 20 (Faust 2010).

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Fazit
Abb. 6: Ausgrabung von Eilat Mazar 2005-2007. Die obere Mauer der sog. Davidpalasts (vorne) schließt an die Millo-Konstruktion (hinten links) an. (Foto: J. J. Bimson)

In jedem Fall besaß Jerusalem im 10. Jh. ein in seiner Umgebung einzigartiges Monumental-gebäude bestehend aus der Stepped Stone Structure und der Large Stone Structure. Unabhängig davon, ob man in David den Erbauer dieser Anlage sieht oder sie den Jebusitern zuschreibt, hatte die Stadt ein beeindruckendes und aktives Verwaltungsgebäude; denn selbst wenn das Bauwerk schon vor der Zeit Davids errichtet worden sein sollte, deutet die darin gefundene Keramik auf eine fortgesetzte Nutzung hin. Es stellt also ein starkes Argument für ein von Jerusalem aus zentral regiertes und verwaltetes Reich dar, wie die Bibel es zur Zeit Davids beschreibt.

Um die Frage zu klären, ob David der Erbauer war oder es sich um die schon vorhandene Jebusiterburg handelt, sind weitere Untersuchungen zur Chronologie nötig, denn alles hängt an der Datierung. Die zeitliche Einordnung der Keramik entscheidet auch darüber, ob die 2009-10 von Eilat Mazar auf dem Ophel (erneut) ausgegrabene Toranlage in die Zeit Davids & Salomos gehört, denn ihre Erbauung kann durch die darin gefundene Keramik ins 10. Jh. datiert werden. Wenn aber die Keramik, die traditionell ins 10. Jh. datiert wird, gar nicht ins 10. Jh. gehört, dann verschiebt sich auch hier die Zuordnung. Gehört sie doch ins 10. Jh. hätte man hier weitere Indizien, die für ein großes Geeintes Reich unter David und Salomo sprechen.

Ebenso hängt die Datierung der Sechskammertore und Kasemattenmauern in Hazor, Megiddo und Geser, die ein deutliches Zeichen einer überregional organisierten Verwaltung sind, an der verwendeten Chronologie. So kann Finkelstein sie in die Zeit der Omriden einordnen (9. Jh.), während Mazar und Ben-Tor sie für salomonisch halten (10.Jh.). In diesem Fall hätte man einen archäologischen Beweis für Salomos Städteausbau in 1. Kön 9,15. Im Fall der revidierten Chronologie müsste man sie vermutlich Ahab und Joschaphat zuschreiben.

Es bleibt abzuwarten, welche Datierung sich schließlich als die richtige erweisen wird. Hier ist noch einiges an Forschung nötig, um die vorhandenen Fakten und Indizien zeitlich sicher einordnen und dadurch zuverlässig auswerten zu können. Wie Amihai Mazar sehe ich einen Weg dahin in einer sehr viel genaueren und umfassenderen Keramikanalyse (Mazar 1997), die man auf Grundlage der Stratigraphie möglichst vieler Tells in ein widerspruchsfreies System bringen müsste. Dieses Netz aus relativen Daten müsste dann an möglichst vielen Fixpunkten, d. h. absoluten Daten (wie z. B. datierbaren Zerstörungsschichten, Inschriften, außerbiblischen Belegen), aufgehängt werden und sollte so eine zuverlässigere und detailliertere Chronologie liefern.

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Anmerkungen

1 Vgl. Finkelstein & Lieberman (2006)

2 Die Ähnlichkeit der Toranlagen in Hazor, Megiddo und Geser hatte in Verbindung mit 1. Kön 9,15 dazu geführt, diese Bauwerke in die Zeit Salomos zu datieren.

3 Aufgrund einer falschen Überlieferung schon aus neutestamentlicher Zeit lokalisierte man bis ca. 1900 n. Chr. die ursprüngliche Davidsstadt auf dem SW-Hügel Jerusalems, der daher bis heute den Namen Zion trägt. Erst allmählich erkannten die ersten Ausgräber anhand des archäologischen Befundes, dass die alttestamentliche Stadt Davids auf dem SO-Hügel gelegen haben musste.

4 Im Folgenden verwendete Abkürzungen: EZ = Eisenzeit, SBZ = Spätbronzezeit.

5 Weill identifizierte sie als Gräber und bezeichnete sie mit T1 und T2. Diese Deutung ist allerdings umstritten. Andere Archäologen halten diese Kammern für Keller aus der Zeit des zweiten Tempels, da sie den von Bliss & Dickie weiter südlich gefundenen Kellern ähneln. Zuletzt hat Jeffrey Zorn sich für eine Identifikation mit Gräbern der davidischen Dynastie ausgesprochen (Zorn 2012).

6 Eine Erklärung für diese unterschiedliche Bauweise könnte 2. Chr. 32,5 liefern. Als Hiskia im 8. Jh. den Millo ausbessern ließ, wusste man vielleicht nichts mehr über die ursprüngliche Bauweise mit der zugrundeliegenden Terrassenkonstruktion und schichtete einfach nur noch Steine übereinander.

7 Cahill stützt sich hierbei insbesondere auf einen von Shiloh in Square B4 senkrecht in die Struktur hinein gegrabenen Schacht, woraus sie sowohl die architektonische Einheit von Unterkonstruktion und Steinmantel ableitet als auch den terminus post quem* (zwischen SBZ II und EZ I) für ihre Erbauung (Cahill 2003).

8 Proto-äolische (auch proto-ionisch genannte) Kapitelle sind in Samaria, Megiddo, Hazor und Ramat Rachel gefunden worden. Sie stellen eine stilisierte Palme dar, scheinen in enger Beziehung zum Königshaus zu stehen und datieren nach traditioneller Chronologie ins 10./9. Jh. bzw. nach Finkelsteins low chronology ins 9./8. Jh. (Keel 2007). Interessant ist, dass Macalister schon 1903 ein Bruchstück eines solchen Kapitells auch in Geser gefunden hat (Macalister 1904).

9 Faust zeigt in seinem Artikel, dass auch Mazar David eigentlich in die EZ IIa einordnet und bemerkt, dass man alle Entwicklungen und Veränderungen, die die EZ IIa mit sich bringt und die normalerweise mit dem Entstehen des Königtums in Israel verbunden werden, verlieren würde, wenn man David und seinen Palast in die EZ I verschiebt. Man hätte dann zwar ein monumentales Gebäude, aber nichts darüber hinaus (Faust 2010).

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Literatur

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