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Johann Jakob Scheuchzer (1672-1733): Sintflutgeologe, Frühaufklärer und Fossilienforscher

von Manfred Stephan

Studium Integrale Journal
8. Jahrgang / Heft 2 - Oktober 2001
Seite 94 - 98



Abb. 1: Bildnis von Johann Jakob Scheuchzer (1672-1733). (Aus LEU 1998)

Der Züricher Arzt, Naturforscher und Universalgelehrte Johann Jakob Scheuchzer (Abb. 1) gilt in der modernen paläontologischen Literatur ganz überwiegend als Beschreiber des berühmten „Homo diluvii testis“ (ein Mensch als Zeuge der Sintflut). Bis in Museen hinein gibt es wohl keine andere Fehlbestimmung eines Fossils in der Paläontologiegeschichte, die öfters herausgestellt wird, manchmal in herablassendem Unterton (s.u.). Scheuchzer übersetzte 1704 das Buch des englischen Sintflutgeologen John Woodward (1665-1728). Bereits zuvor hatte er sich der geologischen Sintfluttheorie (Diluvianismus) zugewandt und schon früh mit dem Aufbau einer umfangreichen Fossiliensammlung begonnen. Später schrieb er zahlreiche Veröffentlichungen, in denen er die Gesteinsschichten als Ablagerungen der Sintflut und die Fossilien als Opfer derselben deutete (Abb. 2).

Scheuchzer war nun nicht mehr der altüberlieferten Meinung, die noch viele Zeitgenossen teilten, Fossilien seien als „Lusus naturae“ (Naturspiele) direkt im Erdboden infolge „einer geheimnisvollen ‚vis plastica’, also einer gestaltgebenden Kraft“, entstanden (Ziegler 1984, 6-10; vgl. HÖLDER 1989, 11-13). Nicht wenige Autoren heben wie THENIUS & VÁVRA (1996, 15) hervor, daß es „ein bedeutender Fortschritt“ war, „als die Anhänger der Sintflutlehre“ in den Fossilien die „Reste einstiger Lebewesen erkannten“. Selbst der sehr kritische marxistische Geologie-Historiker W. BLEI (1981, 144) anerkannte, daß sich hier „der Sintflut-Gedanke einmal als fortschrittsfördernd erwiesen“ habe, „weil er die falsche Vorstellung, es handle sich bei diesen Gebilden nur um Naturspiele, zurückzudrängen half“. Wichtigster Vertreter des organischen Fossilverständnisses war wohl Scheuchzer. Wie kein anderer Gelehrter im 18. Jahrhundert habe er dieser Auffassung den Weg geebnet, hebt LEU (1999, 28) hervor.

Abb. 2: Tafel 46 aus Scheuchzers "Kupfer-Bibel" (1731ff.) mit den gefalteten Sedimentbänken der Urner Alpen (Zentralschweiz), deren Ablagerung Scheuchzer auf die Sintflut zurückführte und deren Faltung er - so LEU - zu den "Folgeerscheinungen der Sintflut" rechnete: "Das Zeugnis der Sünd-Fluth ist in die harteste Felsen eingeschrieben; Beschaue die in ordentliche Lager [Schichten] getheilte, und aus denselben gleichsam aufgebaute Berge, so sind sie augenscheinlich von irdischen Theilen entstanden, welche durch eine sehr hohe Wasser-Säule sich anfaenglich gesetzet, so dann aber wieder gebrochen und aufgehoben worden" (zit. n. LEU 1998, 26). (Aus LEU 1998)

Mit anderen Sintflut-Theoretikern teilte Scheuch-zer die generelle Annahme einer Schwere-Sortierung der Sedimente und Fossilien. Aber er versuchte auch, geologische Details wie die gradierte (Korngrößen-sortierte) Schichtung der Schiefer – und indirekt ihre tektonisch bedingte inverse Lagerung – am Landesplattenberg bei Engi im Sernftal (Glarner Alpen) sedimentologisch zu erklären; er war also wirklich geologisch tätig (vgl. die längeren Zitate bei LEU 1998, 25f.29f.).


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Scheuchzer war, zumindest in späteren Jahren, auch nicht der Ansicht, alle Fossilien seien auf die Sintflut zurückzuführen. Bereits Nicolaus Steno (1638-1686), der als Begründer der geologischen Sintfluttheorie gelten kann, hatte 1669 ein erdgeschichtliches Modell vorgelegt, nach dem während der Schöpfung, im Sintflutjahr und in einer späteren Ablagerungsepisode jeweils ein Teil der Sedimentgesteine gebildet wurden. Fossilien seien sowohl während der Sintflut als auch bei dem späteren geologischen Ereignis entstanden (ZIEGLER 1984, 15f.; HÖLDER 1989, 7-9). Scheuchzers Züricher Schüler Johannes Gessner (1709-1790) vertrat 1756 die Meinung, Fossilien hätten zu jeder Zeit seit der Schöpfung entstehen können, nicht allein während der Flut; er neigte dazu, die Mehrzahl der Fossilien als vorsintflutlich zu datieren (LEU 1999, 61f.). Im gleichen Jahr beschrieb Johann Gottlob Lehmann (1719-1767) am Südrand des Harzes erstmals detailliert die Schichtenabfolge des zum Teil fossilführenden, von den Bergleuten Rotliegendes und Zechstein genannten „Flözgebirges“ (später ins Perm gestellt); er gilt damit als Begründer der Schichtenbeschreibung (Stratigraphie). Nach ihm ist das – später nach oben erweiterte – Flözgebirge ein Produkt des Sintflutjahrs. Die darunter liegenden, schräggestellten Schichtfolgen des Harzes (gehörte nach ihm zum „uranfänglichen Gebirge“; später ins Altpaläozoikum eingestuft) führte er auf die Schöpfung zurück. Aber er rechnete auch nach der Sintflut mit regionalen Überschwemmungen, wobei Fossilien gebildet worden seien (FREYBERG 1955, 66-69.105-119; HÖLDER 1960, 34; BLEI 1981, 171f.).

Scheuchzer selbst erinnerte in einem etwa 1724 geführten Briefwechsel mit dem Stuttgarter Theologen und Hofprediger Eberhard Friedrich Hiemer (1682-1727) über eine fossile Seelilienkolonie an seine schon 1718 publizierte Ansicht, daß ein großer Teil der Schweiz und vielleicht auch Deutschlands schon vor der Sintflut von einem Meer bedeckt war, in dem viele Tiere lebten. Er argumentierte, nur von den „leichten“ Fossilien könne man annehmen, daß sie (durch die Sintflut) von weit her transportiert worden seien. „Aber“ – er bezeichnete das als „Vermutung“, die „nicht wahr zu sein“ braucht – „für schwerere Schalen mit gekrümmten Rostren, sowie von Austern, langsam sich bewegenden ... Seesternen und Seeigeln kann das nicht gelten“. Solche „schwergewichtigen“ Fossilien finden sich aber im Vorland der Schwäbischen Alb (im später so benannten Unterjura), woher Hiemers „Medusenhäupter“ – eine Fossilplatte mit Seelilien – stammten. Das „Herzogtum Wirtemberg“ (Württemberg) gehörte seiner Meinung nach somit zu dem „Teil Germaniens“, der „schon in vordiluvianischer Zeit von Meer bedeckt war, auf dessen Grund es Ammonshörner, Seesterne, Seeigel und Schaltiere gab...“ (zit. n. HÖLDER 1994, 16; vgl. 1998, 268).


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Scheuchzers Bestreben war auch, in den Besitz menschlicher Fossilien zu gelangen, die in der Sintflut umgekommen waren. Aber – wie er feststellen mußte – von vorsintflutlichen Menschen, „so domahls zu Grunde gegangen / hat man biß dahin sehr wenig Uberbleibselen gefunden“. Es war für ihn „verwunderlich daß vom Menschlichen Geschlechte so wenig übrig geblieben“ ist (zit. n. LEU 1999, 39.43). Neben wenigen anderen Fossilresten, die er so deutete, erhielt er 1725 aus den – später ins Miozän (Jungtertiär) eingestuften – Kalkmergeln von Öhningen am Bodensee eine Fossilplatte, auf der er das „Skelett eines erwachsenen Menschen oder dessen früherer Struktur [...] den Rand des Stirnbeins, den Jochbogen, die Augenhöhlen ... sowie Rückenwirbel in zusammenhängender Reihe, 16 an der Zahl“ meinte eindeutig bestimmen zu können (zit. n. HÖLDER 1960, 366). Im Jahr darauf veröffentlichte Scheuchzer ein Flugblatt mit einem Holzschnitt des Fossils sowie einer ziemlich detaillierten anatomischen Beschreibung und sah in ihm „eine grundliche Ubereinkunfft mit den Theilen eines Menschlichen Bein-Gerüsts / ein vollkommenes Eben-Maß ... dessen Grabmahl alle andere Römische und Griechische / auch Egyptische / oder andere Orientalische Monument an Alter und Gewüßheit übertrifft ...“ (zit. n. LEU 1999, 43).

Nach Scheuchzers Tod kamen Zweifel an der Bestimmung des Fundes auf. Zunächst wurde er als Flußwels, dann als Hai und endlich als Eidechse angesehen. Später, abschließend 1824, erkannte der berühmte Begründer der vergleichenden Wirbeltier-Anatomie und der wissenschaftlichen Paläontologie, Georges Cuvier (1769-1832), das Fossil als einen Salamander von riesenhafter Größe (LEU 1999, 38-48). Scheuchzer hatte in dem Fossil gesehen, „was er gern sehen wollte“ (BLEI 1981, 150) – eine Gefahr, in der bis zum heutigen Tag jeder steht, der die Natur von einem bestimmten Standpunkt aus untersucht. Die Entdeckung der bis zur Gegenwart lebenden ostasiatischen Riesensalamander durch die Zoologie beschreibt LEU (1999, 48-57). 1831 wurde Scheuchzers Fossil nach dem Züricher Gelehrten benannt und 1837 in die in China und Japan heimische Gattung Andrias gestellt; seitdem trägt es den wissenschaftlichen Namen A. scheuchzeri. Die bis heute in Ostasien und Nordamerika überdauernden Riesensalamander kann man als „lebende Fossilien“ bezeichnen (vgl. FREYTAG 1980, 319-321; MÜLLER 1985, 494-496; THENIUS 2000, 146f.).


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Abb. 3: Tafel 2 aus Scheuchzers "Bildnissen verschiedener Fische" (1708) mit zwei Fischfossilien aus den Schiefern vom Landesplattenberg bei Engi im Sernftal (Glarner Alpen). (Aus LEU 1998)

Die Fehlbestimmung Scheuchzers ging in die Geschichte der Paläontologie ein und wurde – angesichts zahlreicher Fehlbestimmungen anderer Autoren – nicht immer sachlich kommentiert. Eher belustigend wirkt es allerdings, wenn man sich im nachhinein um die Gesundheit der Patienten Scheuchzers sorgt: „Welch eine lebensbedrohende Unkenntnis der menschlichen Anatomie spricht doch aus dem angeblichen ‚Bein-Gerüst Eines in der Sündflut ertrunkenen Menschen’“ (ADAM 1981, 13f.). ZIEGLER jedoch beruhigt: „Die Bestimmung des Fundes läßt nicht ahnen, daß Johann Jakob Scheuchzer ein guter Arzt war, der es ... bis zum Stadtarzt von Zürich gebracht hatte“ (1986, 57). HEIZMANN & SCHMIDT (1998, 187) meinen, Scheuchzers Fehlinterpretation werfe ein bezeichnendes Licht auf den damaligen Stand der anatomischen Kenntnisse im Bereich der Medizin. Es ist zu bedenken, daß auch sonst in der Frühgeschichte der Paläontologie bestimmte Fossilfunde fälschlich als „menschliche“ Relikte oder sogar als Überreste von „Riesenmenschen“ angesehen wurden (z.B. FREYBERG 1932, 24f.; HALSTEAD 1983, 72; THENIUS & VÁVRA 1996, 18-22; FRANZEN 2000, 169). Wie Scheuchzers Schrift über versteinerte Fische (1708) zeigt, verfügte er immerhin über gründliche Kenntnisse der Fischanatomie (LEU 1998, 32-36) (Abb. 3).


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Problematischer ist, daß Scheuchzer das Fossil auf dem Flugblatt als eines der „sichersten ja ohnfehlbaren [!] / Uberbleibselen der Sünd-Flut“ bezeichnete (zit. n. LEU 1999, 43). Ähnlich hatte er schon 1705 „kecklich gesagt, daß, wenn keine H. Bibel were, wir aus bloßer Naturbetrachtung des Lägerberges, Züricher Gebiets, die Verächter der H. Schrift weich machen könnten, die Mosaische Sündfluth anzuerkennen“ (zit. n. QUENSTEDT 1856/57, 2). Scheuchzer stellte aufgrund der eingebetteten Fossilien also keine bloße geologische Sintflut-Hypothese auf, die er mit dem biblischen Text zu verbinden suchte – das wäre völlig akzeptabel gewesen. Vielmehr sah er in den Fossilien einen strikten Beweis für die Tatsächlichkeit der Sintflut. Damit ist nicht erst nach modernen wissenschaftstheoretischen Standards das menschliche bzw. wissenschaftliche Erkenntnisvermögen prinzipiell überfordert. Es war ein falscher Ansatz Scheuchzers, wenn er meinte, die naturgeschichtliche Wahrheit der Bibel beweisen zu können. Es kann sich immer nur um eine mögliche Zusammenschau einer naturwissenschaftlichen Hypothese mit biblischer Wahrheit, um den Versuch einer Konvergenz handeln, nicht aber um einen Beweis, der zu (vermeintlicher!) Sicherheit führen soll.

Zu ähnlichen Versuchen anderer Autoren in der Zeit vor Scheuchzer urteilte BERINGER (1954, 27): „Der Gedanke, den buchstäblichen Bibelglauben ‚mit natürlichen Argumenten’ zu stützen, kündigt schon die Zeitenwende an, nämlich die Aufklärung; den Reformatoren ... wäre solches sündhaft erschienen.“ Es ist etwas richtiges an der Sicht Beringers; einzuwenden wäre aber, daß bloßes „Stützen“ einer biblischen Aussage mit natürlichen Argumenten immer noch auf einer anderen Ebene liegt als das viel striktere „Beweisen“. Auch nach HÖLDER (1981, 72f.) waren Scheuchzer und andere Sintflut-Theoretiker des 17. und 18. Jahrhunderts „christliche Aufklärer. Es lag ihnen daran, den Glauben an die Bibel durch die Erforschung der Natur zu stützen, also vernunftgemäß zu untermauern“. Nach GROH & GROH (1997, 595) gehörte Scheuchzer auch deshalb geistig „zu den Frühaufklärern“, weil er versuchte, den Menschen die Furcht vor bestimmten Naturerscheinungen wie Kometen oder Hagelstürmen zu nehmen, „die als göttliches Zeichen für drohendes Unheil oder als göttliche Strafen galten. Scheuchzer suchte diese Erscheinungen auf natürliche Ursachen zurückzuführen; sie waren für ihn Gegenstand wissenschaftlicher Neugier“. Hier könnte man einwenden, daß (abergläubische) Furcht vor „Unheils-Zeichen“ und der Glaube an Gottes reales, auch richterliches Wirken in der Welt sehr wohl voneinander zu unterscheiden sind. Zum anderen wird es dem Menschen prinzipiell nicht möglich sein, „göttliches Handeln“ und „natürliche Ursachen“ logisch zufriedenstellend zueinander in Beziehung zu setzen bzw. gegeneinander abzugrenzen. Bereits wissenschaftstheoretisch gesehen dürfte der Begriff natürliche Ursachen (bzw. Naturgesetz) wohl unlösbare Fragen aufwerfen (vgl. z.B. HEMPELMANN 1980, 76; BECK 1994, 133f.208-210.345f.399-403). Im Gegensatz zu Scheuchzer und manchen Frühaufklärern klammerten jedoch spätere geologische Forscher wie Benoit de Maillet (1659-1738) oder Georges Leclerc de Buffon (1707-1788) „die Bibel aus ihren naturwissenschaftlichen Arbeiten aus, veranschlagten bis dahin ungewohnt hohe Alter für die Erde und distanzierten sich von der Sintfluttheorie“ (LEU 1998, 49). In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gewannen dann, geistesgeschichtlich gesehen, diejenigen Aufklärer eine beherrschende Stellung, die sich wie Voltaire „zum Ziel gesetzt“ hatten „den Gottes- und Bibelglauben zu überwinden“ (HÖLDER 1981, 73).


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Abb. 4: Brachiopode (Armfüßer) Colosia zieteni vom Lägerberg bzw. Randen (Nordschweiz). a: Kupferstich aus Scheuchzers "Specimen lithographiae Helveticae curiosae" (1702). b, c, d: Das dazugehörige Originalfossil aus der Scheuchzer-Sammlung in Rücken- (Dorsal-), Bauch- (Ventral-) und Seiten- (Lateral-) Ansicht. a und b zeigt das Stielloch in der Ventral- oder Stielklappe. (Aus LEU & SULSER 2000)

Bei diesem naturkundlichen, philosophisch-theologischen und geistesgeschichtlichen Streit ist vielfach vergessen worden, daß Johann Jakob Scheuchzer ein bedeutender paläontologischer Beobachter war. Urs B. LEU (Zentralbibliothek Zürich) und Heinz SULSER (Paläontologisches Institut der Universität Zürich) zeigen das neuerdings am Beispiel der Erforschung von Brachiopoden (Armfüßer) durch Scheuchzer. Er gehörte zum Lager der Gelehrten, welche die Brachiopoden aus dem Meer herleiteten, obgleich damals noch keine rezenten (lebenden) Armfüßer bekannt waren; er rechnete aber mit solchen Funden. Wenn es ihm auch noch nicht gelang, in jedem Fall Muscheln und Brachiopoden treffsicher voneinander zu unterscheiden, so beschrieb er doch das Grundmuster gewisser Brachiopodenschalen. Er erkannte ihre zumeist zweiklappige Erhaltung, während Muschelschalen nach dem Tod des Tieres in der Regel auseinanderfallen. „Auch die Funktion des Stiellochs bei den Brachiopoden erahnte“ Scheuchzer, wenn er schrieb, daß die Brachiopoden möglicherweise „...durch dasselbe [Stielloch] ihre Anker-Seiler oder Faeden [zwecks Verankerung mit dem Untergrund] spinnen“ (Abb. 4). „Es werden aber die koenfftigen Zeiten / in welchen etwann die Original-Muschelen selbs an den Tag kommen / ein mehrers aufheiteren“ (zit. n. LEU & SULSER 2000, 523).


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Literatur

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Das Steinheimer Becken - eine Fundstätte von Weltgeltung. Stuttgart.
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Spuren im Stein. Die Suche nach den Zeugnissen vergangenen Lebens. Stuttgart.
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Der sch wäbische Lindwurm. Funde aus der Urzeit. Stuttgart.


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